Von Leyana Chamas (S3)
Im September reiste unser Profil „Global denken – lokal handeln“ mit Herrn Bruttig und Frau Degebrodt nach Amsterdam. In den vier Tagen haben wir viele verschiedene Seiten der Stadt kennengelernt. Dabei ging es nicht nur um Kultur und Geschichte, sondern auch um Themen, die wir aus unserem Unterricht kennen, zum Beispiel Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und den Umgang des Menschen mit seiner Umwelt.
Schon am ersten Abend lernten wir Amsterdam bei einer Grachtenfahrt vom Wasser aus kennen. Dabei konnten wir einen ersten Eindruck von der Stadt bekommen und Amsterdam einmal aus einer anderen Perspektive sehen. Besonders schön war, dass wir die Fahrt gemeinsam mit dem Kunst-Geschichte-Profil und dem Energie-Mensch-Umwelt Profil machten und so direkt am ersten Abend Zeit miteinander verbringen konnten.
Am nächsten Tag besuchten wir das Science-Museum NEMO. Dort konnten wir viele naturwissenschaftliche Phänomene selbst ausprobieren und entdecken. Für die Schüler:innen aus dem Energie-Mensch-Umwelt Profil gab es zahlreiche Anknüpfungspunkte an Physik und Chemie. Aber auch für unser Bio-Geo-Profil war der Besuch interessant, zum Beispiel durch Themen rund um den menschlichen Körper, biologische Prozesse und die Entwicklung des Menschen. So konnten wir einige Inhalte aus dem Unterricht auf eine anschauliche und praktische Weise erleben.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die geführte Stadtteilerkundung. Dabei beschäftigten wir uns mit der Entwicklung verschiedener Stadtteile Amsterdams und insbesondere mit der innerstädtischen Konversion, also der Umnutzung von Flächen, die früher beispielsweise industriell genutzt wurden. Vor Ort konnten wir sehen, wie solche Gebiete zu neuen Wohn- oder Kulturstandorte entwickelt werden. Dabei wurde deutlich, dass bei der Stadtentwicklung verschiedene soziale, ökonomische und ökologische Aspekte berücksichtigt werden müssen: ein Zusammenhang, den wir auch aus dem Geographieunterricht kennen.
Auch bei unserer Fahrradtour in den Norden Amsterdams konnten wir geographische Themen aus dem Unterricht wiedererkennen. Nachdem wir zunächst durch die Stadt gefahren waren, ging es weiter in eine deutlich ländlichere Umgebung. Dort beschäftigten wir uns unter anderem mit dem Umgang mit Wasser und der Bedeutung von Deichen und Gräben für die Landschaft. Dadurch konnten wir nachvollziehen, wie stark die Nutzung einer Landschaft von den natürlichen Bedingungen und gleichzeitig vom Eingreifen des Menschen geprägt wird. Nebenbei konnten wir auch erleben, wie stark Amsterdam durch den Fahrradverkehr geprägt ist.
Natürlich durfte auch die Geschichte Amsterdams nicht fehlen. Beim Besuch des Rijksmuseums bekamen wir verschiedene Einblicke in die niederländische Geschichte und Kultur. Auch der Besuch des Anne-Frank-Hauses war ein besonderer Programmpunkt. Dort konnten wir uns noch einmal auf eine sehr persönliche Weise mit der Geschichte des Nationalsozialismus und der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung auseinandersetzen. Viele Inhalte, die wir bereits aus dem Unterricht kannten, wurden dadurch an einem konkreten historischen Ort noch einmal greifbarer.
Neben den fachlichen Programmpunkten war die Reise auch eine schöne gemeinsame Zeit außerhalb des Schulalltags. Besonders die gemeinschaftlichen Aktivitäten haben dazu beigetragen, dass wir als Profil noch enger zusammengewachsen sind. So war die Grachtenfahrt am ersten Abend ein guter Start in die Reise. Auch am letzten Abend verbrachten wir noch einmal Zeit zusammen, spielten gemeinsam als Profil verschiedene Spiele und schlossen den Abend bei einem gemeinsamen Essen in der Pancake Bakery ab. So konnten wir die letzten Stunden unserer Abschlussfahrt noch einmal zusammen genießen.
Insgesamt hat uns die Profilreise nach Amsterdam nicht nur die Stadt, ihre Geschichte und viele für unseren Unterricht relevante Themen nähergebracht, sondern uns auch als Gruppe näher zusammengeführt. Durch die gemeinsamen Erlebnisse, die Zeit außerhalb des normalen Schulalltags und auch die vielen kleinen Momente zwischendurch konnten wir die Reise als Gemeinschaft erleben. Besonders schön war es, die Inhalte aus unserem Profil einmal außerhalb des Klassenzimmers zu sehen und gleichzeitig eine gemeinsame Zeit zu haben, an die wir uns auch nach der Schulzeit gerne zurückerinnern werden. So war die Reise sowohl fachlich als auch persönlich ein schöner Abschluss unserer gemeinsamen Zeit als Profil.
