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Warum History?

Der History-Kurs unseres 10. Jahrgangs hat seine Zertifikate zur Teilnahme am bilingualen Zweig erhalten. Frau Achmus, die den Kurs während der Schuljahre 9 und 10 im englischsprachigen Geschichtsunterricht betreute, zieht Bilanz:

Von Andrea Achmus

Los ging es im neuen Schuljahr mit vielen bekannten, aber auch einigen für mich neuen Gesichtern. Die Schüler:innen ließen sich schnell für die anstehenden Themen begeistern, und so erlaubte die gute Arbeitsatmosphäre einen entspannten Umgang miteinander.

Selbst während der Corona-Lockdowns fanden die Video-Konferenzen immer in freundlicher und lockerer Atmosphäre statt, und die Schüler:innen arbeiteten weiter sehr produktiv an den gestellten Aufgaben.

Die zusätzlichen Stunden gaben uns die Möglichkeit, auch auf tagesaktuelles politisches Geschehen näher einzugehen und manchmal zusätzliche, von Schüler:innen gewünschte Themen zu behandeln.

Vor allem bietet History durch seine Multiperspektivität eine große Chance, Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Dadurch gelingt es, verschiedene Ereignisse in ihren Beziehungen zueinander zu verstehen und zu erkennen, wieso, weshalb, warum etwas geschieht und welche Bedeutung es hat.

Ich erinnere mich noch gut an das Rollenspiel, in dem die Friedensverhandlungen von Versailles nach dem Ersten Weltkrieg nachgestellt wurden, oder an die Präsentationsserie „Portraits of the 20 th century“, in der bedeutende, überwiegend politische Personen aus dem 20. Jahrhundert sowie eine charakteristische Rede dieser Person analysiert wurden.

Also, warum History? Hier ein paar Antworten aus unserem Kurs:

  • “Englisch+Geschichte= fun”
  • “Great to have a wider view on today’s society”
  • “Learn about our History in a different way”
  • „Because it’s effective“
  • „Man lernt nicht nur Geschichte, sondern verbessert auch sein Englisch“
  • “More English → good preparation for Cambridge Certificate class”
  • „Why not?“

Auch nach zwei Jahren bin ich immer noch begeistert von der Neugier und Lernbereitschaft dieses Kurses. Thank you guys for this great experience, it was my pleasure being your teacher!

Märchen vom Dörpsweg: wieder vorne mit dabei

In einem feierlichen Rahmen fand an der Hochschule für Musik und Theater die Preisverleihung des 18. Hamburger Märchenwettbewerbs statt.

Aus 62 Schulen waren 700 Märchen zum diesjährigen Motto „Eine abenteuerliche Winterreise mit den besten Freund:innen“ eingereicht worden, die besten 30 Autor:innen wurden geehrt und gleich zwei Schülerinnen der Klasse 5a gehörten zu den Preisträger:innen des Wettbewerbs, an dem Dörpsweg-Kinder des Jahrgangs 5, betreut von Frau von Seherr-Thoss, seit Jahren erfolgreich teilnehmen.

Leticia Wagner (Foto rechts) kam mit ihrem Märchen „Das Salz aus dem grünen Meer“ auf Platz 11 und erhielt einen Büchergutschein, Elva Louise Bartz (links) erreichte mit ihrem Märchen „Sternenzauber“ sogar Platz 9. Elva darf nun außerdem einen Handlettering-Kurs besuchen.

Die Wahl sei den Juroren nicht leichtgefallen, sagte die Initiatiorin und Leiterin des Schreibwettbewerbs Heike Grunewald. Sie seien beeindruckt gewesen von der Kreativität der jungen Autor:innen, der dargestellten Abenteuerlust und von den vermittelten Tugenden und Werten.

Lassen auch Sie sich von den beiden Siegermärchen der Schule begeistern. Hier finden Sie

Erste-Hilfe-Kurse: Oberstufenexperten im Jahrgang 5

Erstmals haben Mitglieder unseres Schulsanitäts-Teams einen Erste-Hilfe-Kurs für Mitschüler:innen aus zwei 5. Klassen angeboten. Antonia Lübbers, Gina Ehrich, Jonathan Ritters (S4) und Nanina Sierck (S2) thematisierten mit den Kindern eine Fülle von Aspekten, deren Berücksichtigung im Ernstfall Leben retten kann. Die vier Experten veranschaulichten ihre Erläuterungen dabei mit einer digitalen Präsentation sowie praktischen Vorstellungen, bei denen die Kinder selbst auch zur Tat schritten und etwa Verbände anzulegen lernten.

Während die Klassen 5c und 5d bereits im September an einem „Herzretter-Kurs“ teilgenommen hatten, konnten die Klasse 5a und 5b nun im Rahmen der jeweils vierstündigen Kurse erste Kenntnisse im Bereich der Erste-Hilfe sammeln. „Wir haben darauf geachtet, dass wir alle Bereiche abdecken“, berichtet Antonia. „Damit hat man ein Allgemeinwissen für alles, was einem im Alltag begegnen kann. Außerdem war uns wichtig, dass man auch die Ursachen verschiedener Erkrankungen kennenlernt.“

Die „Schulsanis“ wissen, wovon sie sprechen. Das bestätigen beispielsweise hauptberufliche Sanitäter, wenn sie Schüler:innen im Krankenwagen nach einem Unfall abholen und über die exzellente Erstversorgung staunen, die vor Ort bereits stattgefunden hat.

Zwei Mitglieder des Dörpsweg-Teams werden wohl selbst bald im Krankenwagen professionell Einsätze fahren: Jonathan beim Arbeiter-Samariter-Bund und Antonia beim Deutschen Roten Kreuz.

Sie finden weitere Informationen zum Dörpsweg-Schulsanitätsdienst auf der Seite der BSB und auf unserer Homepage hier.

Stadtentwicklung erkunden

Die Radtour unseres Biologie-Geographie-Profilkurses „Global denken – Lokal handeln“ hat inzwischen Tradition. Doch was schauen sich die Schüler:innen des 11. Jahrgangs dabei eigentlich an? Und lohnt es sich, selbst einmal die Tour nachzuradeln?
Ein Schüler berichtet:

Von Mir Baran Bilgi (S2)

Hamburg ist eine wunderschöne Stadt. Daher trafen wir uns im Geo-Profilkurs morgens um 10 Uhr am Dock der Internationalen Bauausstellung (IBA) auf der Veddel. Unser Ziel war es, Leitbilder der Stadtentwicklung am Beispiel der Internationalen Bauausstellung in Hamburg näher kennenzulernen.

Zunächst fuhren wir mit unseren Fahrrädern von der Veddel bis nach Harburg und von dort weiter zum Energieberg Georgswerder. Der Regen machte uns zu schaffen, doch als wir am Energieberg ankamen, fing die Sonne an zu scheinen. Auf dem 900 m langen Gelände mit 40 m Höhe konnen wir die Skyline von Hamburg betrachten – vom Berliner Tor über die Elbphilharmonie bis hin zur Altstadt.

Wir lernten, dass der Energieberg früher eine Mülldeponie war, in der auch toxische Stoffe gelagert wurden. Seither entwickelte sich der Berg zu einer Anlage mit erneuerbaren Energien wie Windenergie und Photovoltaikanlagen.

Dazu legt die IBA Hamburg auch Wert auf ein angenehmes Zusammenleben, bei dem verschiedene Kulturen aufeinandertreffen. So fuhren wir zum einst hafennahem Arbeiterwohnquartier und erfuhren, dass sich hier nach der Sturmflut 1962 türkischstämmige Gastarbeiter ansiedelten. Speziell in diesem Gebiet wird viel saniert und renoviert und sogar ein Hamam – eine Badeanstalt aus dem Orient – wurde eingeführt, um ein Zeichen für das Zusammenleben zu setzen.

Geprägt vom immer helleren Sonnenschein galt unser nächster Besuch dem Inselpark in Wilhelmsburg. Hier lag der Fokus auf den innovativen und gleichzeitig ästhetischen Bauten: auf den von der Holzoptik geprägten Gebäuden mit Wohnungen, die natürlich und einzigartig aussehen, bis hin zu Wohnungen, die Energie aus Photosynthese von Algen betreiben. Dort werden außerdem Daseinsgrundfunktionen wie Arbeit, Leben und Freizeit zusammengeführt. Auch die kuriose, aber interessante Geschichte, dass ein Haus innerhalb von einem Tag erbaut wurde, zeigt, wie zukunftsorientiert das Denken dieser Architekten ist, da auch ohne Zement gearbeitet wurde, was die Umwelt erheblich entlastet.

Neben all den Sichtungen unterstützte die gemeinsame Fahrradtour die Unterhaltungen und sie machte Spaß. Auch hielten einige Schüler Präsentationen zu den jeweiligen Orten, um uns Hamburg näher zu bringen.

Zuletzt fuhren wir zur Hamburger Schlossinsel. Als wir erfuhren, dass die Insel früher eine Festungsanlage mit einem dreiflügeligen Schloss war, staunten wir. Denn nachdem die Festungsanlage vor ca. 200 Jahren ihre militärische Funktion verloren hat, gibt es auf dieser Insel einen Park mit vielen Wohnungen.

„Aus alt wird neu“, dieses Motto ließ sich an den Leitbildern verschiedener Baustellen nachvollziehen. Letztendlich war es eine Bereicherung für uns, viel Neues über Hamburger Stadtbilder zu lernen.

Bunte Spuk- und Spielewelten

Vier Ensembles präsentierten beim diesjährigen „Kessel Buntes“ spannende und lustige Theaterszenen sowie Tanzchoreografien.

Den Anfang machte der von Frau Rosenfeld geleitete Theaterkurs der Klasse 6a, der das Publikum auf nächtliche Mutproben mitnahm. Gruppenweise präsentierten die Schüler:innen sehr unterhaltsam, was passieren kann, wenn die Aufnahme in eine Clique davon abhängt, ob man sich nachts ins Schulgebäude traut: Wenn es dort nämlich spukt, kann es böse ausgehen – und manchmal trifft es gerade die vermeintlich Coolsten.

Die Klasse 5b zeigte verschiedene Choreografien aus dem Tanzprojekt „Dance2go“. Angeleitet von Frau Schwarzkopf tanzt die Klasse einmal wöchentlich und entwickelt hierbei vielseitige Ausdrucksformen. Die in Gruppen sowie in der Klassengemeinschaft präsentierten Szenen zeugten von Präzision, Einfallsreichtum und Tanzfreude. Mehr über das Tanzprojekt erfahren Sie hier.

Zeitmaschinen ermöglichen bekanntlich manches. Zwei originelle Möglichkeiten präsentierte der von Frau Rosenfeld geleitete Theaterkurs der Klasse 5c. Die Jungen brachten eine lustig inszenierte Geschichte auf die Bühne, in der sich Opa durch eine Veränderung seiner Vorgeschichte wiederbeleben ließ. Die Mädchen nutzten in der von ihnen entwickelten Handlung eine Zeitmaschine, um die grausame Wahrheit hinter Omas nur vermeintlich harmlosem Tod zu demaskieren.

Einen besonderen Höhepunkt markierte die hervorragend gesprochene, inszenierte und choreographierte Auseinandersetzung mit virtuellen Spielwelten, die der Dramakurs 8 in englischer Sprache zeigte. Die von Frau Rosenfeld im Fach Theater unterrichtete Bili-Klasse 8a präsentierte eine ganz eigenständig entwickelte und gestaltete Variation der Vorstellung davon, was passiert, wenn Jugendliche in eine virtuelle Spielwirklichkeit gezogen werden. Die von Level zu Level aufgebaute Spannung steigerte sich derart, dass es – Englisch hin oder her – besonders die jüngeren Zuschauer:innen nach und nach kaum mehr auf den Plätzen hielt. Unterstützt wurde die Wirkung durch einen PC-Spiele-Sound, den zwei Schülerinnen der Klasse, Charlotte und Lilly, selbst entwickelt hatten.

Die Begeisterung des Publikums in der voll besetzten Aula zeigte sich am Ende in einer hohen Spendenbereitschaft. Insgesamt landeten rund 420 Euro in den am Ausgang bereit gehaltenen Hüten. Das Geld fließt nun in die zweite Runde unserer Ukraine-Hilfsaktion.

Geo-Experten

Wissen Sie, ob Berlin, Hannover, Bremen oder Rostock am weitesten von Hamburg entfernt liegt? Fällt Ihnen der Oberbegriff für die drei Staaten Estland, Lettland, Litauen ein? Ahnen Sie, was der Mount St. Helen und der Popocatépetl gemeinsam haben oder welchen Wind der Abenteurer Thor Heyerdahl 1947 nutze, als er sich mit seinem Floß von Peru aus über den Pazifik treiben ließ?

Unsere Geografie-Experten der Jahrgänge 5-10 hatten bei diesen und vielen weiteren Fragen lauter kompetente Antworten parat. Im Rahmen des Wettbewerbs „Diercke Wissen“ beteiligten sich auch in diesem Jahr wieder die Geo-Klassensieger:innen beim von Herrn Bruttig betreuten Schulwettbewerb.

Besonders erfolgreich waren in diesem Jahr Tabea Käckenmeister (Klasse 7a) mit 15,5, Punken, Leonas Gebauer (Klasse 10b) mit 19 Punkten und – auf Platz 1 – Alexander Klaas (Klasse 9b, Foto:Mitte) sogar mit 20,5 Punkten. Wer Alexander freundlich fragt, darf beim „Diercke-Entdeckerspiel“, das er überreicht bekam, vielleicht einmal Geo-Kompetenzen mit ihm trainieren.

Übrigens ist Berlin die vergleichsweise am weitesten von Hamburg entfernt liegende Stadt, und die weiteren Antworten lauten: Baltikum, vulkanischer Ursprung sowie Südostpassat.