Utopie und Dystopie

Brauchen wir Utopien und Dystopien? Sind sie nur Fantasieprodukte zur Unterhaltung oder haben sie darüber hinaus Bedeutung, etwa Hoffnung und Orientierung zu stiften, Werte zu verdeutlichen, zu warnen, Einfluss zu nehmen? Mit diesen Fragen befasste sich der Philosophiekurs 9 unter Leitung von Frau Christiansen. Zwei Neuntklässlerinnen erklären anhand eines von ihnen geschaffenen Kunstwerks ihre Sicht:

Von Marie Purwin und  Lucia Vela Carretero (9a)

Wir haben uns für das Thema „die Welt“ entschieden, weil es einfach alles einschließt – uns, die Umwelt, die Tiere, einfach alles, was dazugehört. Uns war wichtig zu zeigen, wie wichtig Umweltschutz ist und wie sehr wir Menschen die Welt beeinflussen. Uns ist klar, dass wir auch viele negative Sachen hervorrufen wie Kriege, Umweltzerstörung und Hass. Aber die Welt kann ja auch schön und friedlich sein, und das wollten wir ebenfalls zeigen.

Für unser Projekt haben wir uns überlegt, unsere Überlegungen mit einem Globus zu veranschaulichen. Das passt, weil wir darauf die Utopie und die Dystopie darstellen. Wir möchten zeigen, wie der Mensch das Bild der Welt verändert.

Die Außenseite des Globus haben wir als Dystopie gestaltet, als einen Kriegszustand. Alles ist grau und schwarz mit toten Bäumen und Totenköpfen. Das soll zeigen, dass auf der Erde kein Leben mehr vorhanden ist und nichts Neues mehr wachsen kann. Wir wollten einen richtig kahlen, traurigen und kalt wirkenden Eindruck erzeugen, um zu zeigen, was passiert, wenn wir die Umwelt negativ beeinflussen.

Innen ist es ganz anders – das ist die Utopie. Da gibt es einen Wasserfall, der in einen klaren, türkisfarbenen See mündet. Es gibt viele Pflanzen, bunte Blumen und sogar einen Hamster in einem kleinen Boot. Dies soll Lebendigkeit, Reinheit und Frieden zeigen. So kann die Welt aussehen, wenn alles im Gleichgewicht ist.

Mit unserem Projekt möchten wir zeigen, wie wichtig es ist, dass die Menschen über ihren Lebensstil nachdenken und etwas ändern. Oft handeln wir emotional, ohne richtig nachzudenken, und merken gar nicht, welche Folgen das hat. Wir möchten einen kritischen Blick darauf werfen, wie wir mit der Umwelt umgehen und dass die Schönheit der Natur oft nur in so einem geschlossenen Raum existiert. Wir wollen auch warnen, dass diese Welt schnell kaputt gehen kann, wenn wir nicht aufpassen. Und wir wollen zeigen, dass eine schöne, utopische Welt möglich ist, wenn wir die Natur respektvoll behandeln und Mensch und Natur gut zusammenleben.