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abgedreht! Filmbeiträge für das Nachwuchsfestival

Beim diesjährigen Nachwuchsfilmfestival „abgedreht!“ waren zwei Filme von Dörpsweg-Schülerinnen auf der großen Kinoleinwand zu sehen – einer der Filme sogar als Siegerbeitrag.

Gezeigt wurden 49 Filme, die junge Menschen bis 27 Jahre im Unterricht, im Studium oder in ihrer Freizeit gestaltet hatten. Mit dabei: je ein Film von Charlotte Bierhaus und Lana Gebauer aus dem Kunstprofil des 12. Jahrgangs. Ihre Beiträge waren als praktische Arbeit zum Semesterthema „Surviving in the twentyfirst century“ im Kunstprofil entstanden und hatten es nun auf Anregung von Frau Böschen in den Wettbewerb geschafft: auf die Leinwand im großen Saal des Zeise-Kinos.

Im Anschluss an die Vorführung wurden die Bewerber:innen jeweils auf die Bühne gebeten, um Fragen zu ihren Werken zu beantworten. Unterstützt wurden Charlotte und Lana dabei durch alle Mitschüler:innen ihres Profils – diese wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen.

Eine fachkundige Jury und ein wechselndes Publikum bewerteten die 49 Filmbeiträge, die über zwei Tage auf dem 36. Nachwuchsfestival gezeigt wurden, bis am Abend des zweiten Tages die Gewinner:innen verkündet wurden.

Als eine von ihnen wurde Charlotte Bierhaus auf die Bühne gebeten. Ihr Kurzfilm „The impossibility of surviving as a woman”, Siegerbeitrag des Festivals, thematisiert Gewalt gegen Frauen und die tägliche Gefahr, der Frauen allein aufgrund ihres Geschlechts ausgesetzt sind. Dabei präsentierte Charlotte nicht nur einen künstlerisch sehr gelungenen, visuell packenden Beitrag, sondern auch ein hoch aktuelles und gesellschaftlich relevantes Thema.

Schauen Sie sich Charlottes knapp 10-minütigen Film an, der sich allerdings nicht für Kinder eignet. Klicken Sie hier.

 

 

 

Abgedrehte Filme

Zwei Kurzfilme aus dem Kunst-Profilkurs des 12. Jahrgangs unter Leitung von Frau Böschen haben es ins Kino geschafft: Luisa Buddes Film „Wiederholung, Veränderung, Transformation“ sowie „Selfmade“ von Leonas Gebauer und Can Günes.

Bereits im Sommer hatten sie gemeinsam mit anderen Kursmitgliedern ihre Filme bei den Kunstpionieren in der Hamburger Kunsthalle präsentiert, nun wurden die beiden experimentellen Essayfilme im Rahmen des Hamburger Kurzfilmfestivals „abgedreht!“ im Zeise-Kino gezeigt.

„Selfmade“ zeigt seltsam verstörend eine Art Selbstmord eines Mannes, der sich paradoxerweise anschließend selbst verspeist. „Wir wollten eine düstere Ästhetik vermitteln“, erklärt Leonas, „und die Zuschauer zum Nachdenken anregen.“

Auch Luisas Film erreicht dieses Ziel: durch Häkeln. Die immer wieder gleichen Bewegungsmuster („Wiederholung“) addieren sich zu einem Häkelwerk („Veränderung“), das schließlich ein Kleidungsstück ergibt („Transformation“). Durch die gezeigte Monotonie, Entwicklung und Erzählweise gerät man beim Zuschauen unweigerlich in eine Reflexionsschleife, die in die Verallgemeinerung weist. Und das ist beabsichtigt: „Es geht im übertragenen Sinn auch um gesellschaftliche und geschichtliche Wiederholungs- und Transformationsprozesse“, erläutert Luisa ihren Ansatz.

Lassen auch Sie die beiden Essayfilme auf sich wirken: Klicken Sie auf „Selfmade“ und auf „Wiederholung, Veränderung, Transformation“.