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„Jugend debattiert“: Vize-Landesmeister

Mehrfach debattierte Maximilian Vogel (S2, 3. von links) bereits bei Hamburger Landesfinalrunden, nun qualifizierte er sich zum zweiten Mal für den Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“. Seine Mitschülerin Seraphina Clasen (10b), selbst erfahrene Debattantin und mehrfache Siegerin des Schul- sowie Verbundwettbewerbs, berichtet, wie es beim Landeswettbewerb im Hamburger Rathaus zuging:

Von Seraphina (10b)

Hitzige Debatten, kontroverse Fragestellungen und spannende Schlagabtausche: Auch im 25. Jubiläumsjahr von Jugend debattiert fand der Hamburger Landeswettbewerb erneut im feierlichen Rahmen des Rathauses statt. Ich selbst hatte das Privileg live am Wettbewerbstag dabei zu sein und konnte deshalb eine ganz besondere Atmosphäre spüren: eine Mischung aus einer energetisch geladenen, knisternden Anspannung der Teilnehmer, die jedoch von einer motivierten und positiven Grundstimmung getragen wurde. Dies ließ sich ebenfalls in den Debatten selbst wiedererkennen, in denen stets ein respektvolles Miteinander gepflegt wurde und ein hohes Maß an Gesprächsfähigkeit herrschte.

Unser Gymnasium Dörpsweg war, wie bereits die Jahre zuvor, erneut unter den Teilnehmern vertreten. Maximilian Vogel (S2), der zuvor bereits den vergangenen Verbundwettbewerb für sich mit einer Bestplatzierung entschieden hatte, bewies erneut, dass er zu den besten Rednern ganz Hamburgs gehört. So verwies er beispielsweise in der Position Pro 1 zu der Fragestellung, ob es für Abgeordnete eine Höchstgrenze bei Mandatszeiten geben sollte, auf die „Lame-Duck“-Problematik bei Abgeordneten. Zudem plädierte er gegen eine festgefahrene Politik und nannte die Jugendorganisationen der Parteien und deren Förderung von politischem Nachwuchs.

Nach zwei packenden Vorrunden qualifizierte er sich schließlich für das entscheidende Finale im großen Festsaal. Hierbei vertrat er die ihm zuvor zugeloste Rolle Pro 2 zu der Fragestellung, ob eine Vermögenssteuer eingeführt werden sollte. Insgesamt handelte es sich um eine facettenreiche und spannende Debatte auf einem hohen Niveau, die alle Perspektiven beleuchtete. Besonders hob die Jury die ausgeprägte Sachkenntnis Maximilians sowie seine beeindruckende Überzeugungskraft hervor.

Am Ende des Tages belegte er einen hervorragenden zweiten Platz. Damit hat er sich das Ticket für das Bundesfinale gesichert und wird im Juni ganz Hamburg in Berlin vertreten. Wir drücken ihm ganz fest die Daumen und wüschen ihm viel Spaß und Erfolg für den kommenden Wettbewerb!

abgedreht! Filmbeiträge für das Nachwuchsfestival

Beim diesjährigen Nachwuchsfilmfestival „abgedreht!“ waren zwei Filme von Dörpsweg-Schülerinnen auf der großen Kinoleinwand zu sehen – einer der Filme sogar als Siegerbeitrag.

Gezeigt wurden 49 Filme, die junge Menschen bis 27 Jahre im Unterricht, im Studium oder in ihrer Freizeit gestaltet hatten. Mit dabei: je ein Film von Charlotte Bierhaus und Lana Gebauer aus dem Kunstprofil des 12. Jahrgangs. Ihre Beiträge waren als praktische Arbeit zum Semesterthema „Surviving in the twentyfirst century“ im Kunstprofil entstanden und hatten es nun auf Anregung von Frau Böschen in den Wettbewerb geschafft: auf die Leinwand im großen Saal des Zeise-Kinos.

Im Anschluss an die Vorführung wurden die Bewerber:innen jeweils auf die Bühne gebeten, um Fragen zu ihren Werken zu beantworten. Unterstützt wurden Charlotte und Lana dabei durch alle Mitschüler:innen ihres Profils – diese wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen.

Eine fachkundige Jury und ein wechselndes Publikum bewerteten die 49 Filmbeiträge, die über zwei Tage auf dem 36. Nachwuchsfestival gezeigt wurden, bis am Abend des zweiten Tages die Gewinner:innen verkündet wurden.

Als eine von ihnen wurde Charlotte Bierhaus auf die Bühne gebeten. Ihr Kurzfilm „The impossibility of surviving as a woman”, Siegerbeitrag des Festivals, thematisiert Gewalt gegen Frauen und die tägliche Gefahr, der Frauen allein aufgrund ihres Geschlechts ausgesetzt sind. Dabei präsentierte Charlotte nicht nur einen künstlerisch sehr gelungenen, visuell packenden Beitrag, sondern auch ein hoch aktuelles und gesellschaftlich relevantes Thema.

Ein auf Instagram veröffentlichtes Statement von Charlotte finden Sie hier.

 

 

 

Utopie und Dystopie

Brauchen wir Utopien und Dystopien? Sind sie nur Fantasieprodukte zur Unterhaltung oder haben sie darüber hinaus Bedeutung, etwa Hoffnung und Orientierung zu stiften, Werte zu verdeutlichen, zu warnen, Einfluss zu nehmen? Mit diesen Fragen befasste sich der Philosophiekurs 9 unter Leitung von Frau Christiansen. Zwei Neuntklässlerinnen erklären anhand eines von ihnen geschaffenen Kunstwerks ihre Sicht:

Von Marie Purwin und  Lucia Vela Carretero (9a)

Wir haben uns für das Thema „die Welt“ entschieden, weil es einfach alles einschließt – uns, die Umwelt, die Tiere, einfach alles, was dazugehört. Wir wollten zeigen, wie wichtig Umweltschutz ist und wie sehr wir Menschen die Welt beeinflussen. Uns ist klar, dass wir auch viele negative Sachen hervorrufen wie Kriege, Umweltzerstörung und Hass. Aber die Welt kann ja auch schön und friedlich sein, und das wollten wir ebenfalls sichtbar machen.

Für unser Projekt haben wir uns überlegt, unsere Überlegungen mit einem Globus zu veranschaulichen. Das passt, weil wir darauf die Utopie und die Dystopie darstellen. Wir möchten zeigen, wie der Mensch das Bild der Welt verändert.

Die Außenseite des Globus haben wir als Dystopie gestaltet, als einen Kriegszustand. Alles ist grau und schwarz mit toten Bäumen und Totenköpfen. Das soll zeigen, dass auf der Erde kein Leben mehr vorhanden ist und nichts Neues mehr wachsen kann. Wir wollten einen richtig kahlen, traurigen und kalt wirkenden Eindruck erzeugen, um zu zeigen, was passiert, wenn wir die Umwelt negativ beeinflussen.

Innen ist es ganz anders – das ist die Utopie. Da gibt es einen Wasserfall, der in einen klaren, türkisfarbenen See mündet. Es gibt viele Pflanzen, bunte Blumen und sogar einen Hamster in einem kleinen Boot. Dies soll Lebendigkeit, Reinheit und Frieden zeigen. So kann die Welt aussehen, wenn alles im Gleichgewicht ist.

Mit unserem Projekt möchten wir zeigen, wie wichtig es ist, dass die Menschen über ihren Lebensstil nachdenken und etwas ändern. Oft handeln wir emotional, ohne richtig nachzudenken, und merken gar nicht, welche Folgen das hat. Wir möchten einen kritischen Blick darauf werfen, wie wir mit der Umwelt umgehen und dass die Schönheit der Natur oft nur in so einem geschlossenen Raum existiert. Wir wollen auch warnen, dass diese Welt schnell kaputt gehen kann, wenn wir nicht aufpassen. Und wir wollen zeigen, dass eine schöne, utopische Welt möglich ist, wenn wir die Natur respektvoll behandeln und Mensch und Natur gut zusammenleben.

Italientag im hohen Norden

Italienischlerner:innen des 9. Jahrgangs waren dabei, als Studierende der Christian-Albrecht-Universät zu Kiel einen Italienisch-Schnuppertag ausrichteten. Die Reise hat sich gelohnt.

Nach einer Begrüßung durch die Leiterin des Romanischen Seminars, Prof. Schäfer, konnten sich die Neutklässler:innen an einer Fülle von Aktivitäten beteiligen, etwa bei Quizz-Spielen zu landeskundlichen Kategorien mitmachen, Memory zu italienischen Spezialitäten spielen, Dialog-Stationen durchlaufen und ins Gespräch mit den Studierenden treten. In einem „Blitzsprachenkurs“ konnten die Schüler:innen mit beachtlichem Vorwissen glänzen, wodurch sie sich von anderen Gruppen abhoben, schließlich nimmt Italienisch im norddeutschen Raum als Schulfach eine Ausnahmestellung ein. Schließlich durften die Schüler:innen  Pizza auf italienisch bestellen, die ihnen dann tatsächlich serviert wurde.

„Für die meisten war es der erste Besuch an einer Universität“, berichtet Fachleiterin Windzio, die ihre Lerngruppe nach Kiel begleitete, „schon deshalb war es für viele ein aufregendes Erlebnis.“

„Ich fand den Tag sehr cool und interessant“, bilanziert Nico (9a). „Dass wir schon Italienisch sprechen, war von Vorteil und motivierend, weil wir gemerkt haben, was wir schon alles können und wieviel Spaß die Kommunikation in der Sprache macht.“

Wissen rund um die Welt

Wissen Sie, welches deutsche Gebirge am westlichsten liegt: der Harz, der Hunsrück oder der Spessart? Könnten Sie sagen, welcher Inselstaat nach Indonesien der größte der Welt ist? Und ist Ihnen bekannt, in welchem Land im August 2024 der Arbaat-Staudamm nach heftigen Regenfällen brach?

Unsere Geographie-Experten der Jahrgänge 7 bis 10 hatten bei diesen und vielen weiteren kniffligen Fragen auch in diesem Jahr wieder kompetente Antworten parat. Im Rahmen des Wettbewerbs „Diercke WISSEN 2026“ traten die Klassensieger:innen auf Schulebene gegeneinander an, um ihr Wissen über Deutschland, Europa und die Welt zu messen. Unser Fachleiter Herr Gräfenstein freut sich in diesem Jahr über einen neuen Rekord: Mehr als 600 Schüler:innen haben am Wettbewerb teilgenommen und ihr Wissen über unsere Erde unter Beweis gestellt. Von der Analyse von Bevölkerungsdiagrammen bis hin zur Verortung von Starkwindbändern wie dem Jetstream wurde den Teilnehmenden alles abverlangt.

Besonders erfolgreich waren in diesem Jahr Levi Mittelstädt (7e) mit 13 Punkten, Leoner Saiju (9b) mit 15,5 Punkten und somit nur einen halben Punkt hinter dem Schulsieger Hendrik Wördehoff (9a), der 16 Punkte holen konnte. Für Hendrik geht die Reise damit vielleicht weiter, wenn es darum geht, unsere Schule auf der nächsten Ebene des Wettbewerbs zu repräsentieren.

Die 5. Klassen nahmen in diesem Jahr an einem individuell auf sie zugeschnittenen Klassentest teil. Auch wenn es für sie noch keine offizielle Schulrunde gab, waren sie mit Eifer dabei. Besonders erfolgreich: 5a: Nikita Volkov (5a), Batu Can (5b), Ahmed Sherif (5c), Lisa Ohlendorff (5d) und Magnus Irle (5e)

Übrigens: Falls Sie bei den Eingangsfragen ins Grübeln gekommen sind – hier sind die Auflösungen: Das westlichste der genannten Gebirge ist der Hunsrück. Der zweitgrößte Inselstaat der Welt ist Papua-Neuguinea und der Arbaat-Staudamm befindet sich im Sudan.

Finnland-Austausch

Auslandsaufenthalte eröffnen neue Horizonte, stärken die Selbstständigkeit, Sprachkompetenz und das interkulturelle Verständnis. In Zeiten globaler Herausforderungen sind solche Erfahrungen ein besonderer Schlüssel zum Zusammenhalt und zur Zukunftsfähigkeit in Europa. Möglich werden auch individuelle Auslandsaufenthalte vielfach durch das EU-Prgramm Erasmus+.
Doch was bewirkt ein Auslandsaufenthalt im Einzelfall wirklich? Eine Schülerin berichtet von ihren Erfahrungen:

Von Lena Hanusch (10b)

Im Winter war ich mit Erasmus+ in Finnland. Durch einen Aushang in der Schule und die Ermutigung eines Lehrers habe ich mich für eine Bewerbung entschieden. Zu meinem Glück wurde ich ausgewählt und hatte die einzigartige Chance, nach Finnland zu reisen. Durch Erasmus+ musste ich keine Kosten übernehmen und wurde sogar zusätzlich zur Kostenübernahme noch finanziell unterstützt. 

In Finnland bin ich auf eine finnische Schule gegangen und habe dort viele neue Menschen kennengelernt. Finnland ist, wenn es um die Digitalisierung geht, schon sehr weit entwickelt. Genau das konnte ich im Schulalltag beobachten. Die Bücher waren, anders als bei uns auf der Schule, online auf einem Computer erhältlich sowie ebenfalls der Großteil der Aufgaben. Auch dem Unterricht konnte ich ohne finnische Sprachkenntnisse gut folgen. In meiner Zeit in Finnland habe ich feste Kurse belegt und dort auch an Projekten und Ausflügen teilgenommen. Ich wurde sehr gut von meinen Mitschülern und den zuständigen Lehrern in den Schulalltag integriert. 

In meiner Freizeit hatte ich die Chance, Finnland auf eine Art kennenzulernen, die während einem normalen Urlaub gar nicht möglich ist. Auch über Schnee und das skandinavische Wetter konnte ich mich freuen. Die meisten Eintritte in finnischen Museen sind für Schüler frei. In den Genuss der traditionellen finnischen Sauna bin ich auch regelmäßig gekommen, da meine Gastfamilie, wie fast alle Finnen, eine Sauna im Haus hat.

Mir ist aufgefallen, dass die Menschen in Finnland allgemein eher offen und freundlich sind. Auch war ein starker Unterschied, dass in Finnland fast alle Restaurants Buffets anbieten. Auch wenn Helsinki eine Hauptstadt ist, war es dort weniger belebt und hektisch. Es war insgesamt viel herzlicher und wärmer und eine schöne Abwechslung zum Hamburger Stadtleben.

Im Rahmen des Austausches habe ich mit einer Gruppe von Austauschschülern einen eintägigen Ausflug nach Estland unternommen. Dort konnte ich die Hauptstadt Tallinn mit den anderen Schülern erkunden. 

Ich habe viel durch den Austausch mitgenommen und konnte einige neue Freundschaften mit Menschen aus diversen Ländern schließen. Durch den Aufenthalt bin ich eigenständiger und mutiger geworden und würde jedem ans Herz legen, diesen Schritt auch zu wagen.