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Big Challenge: Excellent results

Die diesjährigen Ergebnisse beim Englisch-Wettbewerb „The Big Challenge“ sind herausragend – und weit über dem Durchschnitt der Teilnehmer:innen Hamburgs und Deutschlands.

Während die Fünftklässler:innen im Schnitt auf Landes- und Bundesebene 204 Punkte schafften, kamen die Dörpsweg-Teilnehmer:innen durchschnittlich auf 227 Punkte.

Noch weiter reicht die Differenz im Jahrgang 6: 224 Punkte bundesweit und 232 Punkte landesweit stehen einem Dörpsweg-Durchschnitt von 269 Punkten gegenüber. Auch im Jahrgang 7 gab es deutschlandweit durchschnittlich 226 Punkte, am Dörpsweg hingegen 259 Punkte.

88 Dörpsweg-Schüler:innen der Jahrgänge 5-9 hatten sich den teils einfacheren, teils anspruchsvollen Aufgaben zu Grammatik, Wortschatz, Aussprache, Leseverstehen und Landeskunde gestellt.

„Ich freue mich sehr über das ausgezeichnete Abschneiden der Kinder und Jugendlichen“, unterstreicht Martin Hanke, der als Beauftragter für Begabtenförderung die Teilnahme am Dörpsweg organisiert hatte.
„Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so gut hinbekomme“,  sagt Nikita Volkov (5a), der in seinem Jahrgang den ersten Platz auf Schulebene erreichte und von der Big-Challenge-Organisation nun eine Powerbank und eine Medaille erhält. „Bei den Aufgaben war alles sehr klar, am Anfang fanden meine Freunde und ich die Aufgaben noch leicht, aber am Ende wurde es immer schwerer.“

Auch Milla Lorentzon (7d) freut sich über ihre Platzierung: den 3. Platz sogar auf Länderebene, wofür sie mit Bluetooth-Lautsprechern und einem Pokal geehrt wird. „Die Challenge hat richtig Spaß gemacht“, sagt sie, „das Angebot und den Ablauf finde ich sehr gut.“

Vielleicht auch vor dem Hintergrund zahlreicher weiterer Sonderpreise, die erst noch bekannt gegeben werden, könnte es auch im nächsten Schuljahr wieder eine ähnlich hohe Beteiligung freiwilliger Challenge-Teilnehmer:innen geben.

Zu Besuch beim Chemie-Konzern Merck

Einen Blick hinter die Labortüren der Forschung, Produktion und Qualitätskontrolle konnten Oberstufenschüler:innen des 11. Jahrgangs bei ihrem Besuch des Hamburger Merck-Standorts werfen. Der Praxistag, den auch schon Schüler:innen des vorausgehenden Jahrgangs erlebt hatten, wurde in Kooperation mit dem Nachwuchscampus der Technischen Universität Hamburg (TUHH) organisiert. Das Programm ist Teil der MINT-Förderung und Berufs- und Studienorientierung. Zwei Teilnehmerinnen des Global-Lokal-Profils berichten von ihren Eindrücken:

Von Jasmin und Marla (S2)

Das Biologie- und Chemie-Profil des 11. Jahrgangs unternahmen gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Degebrodt und Frau Hegerfeldt einen Ausflug zum Unternehmen Merck. Der Hamburger Standort in Harburg hat sich unter anderem auf die Qualitätsprüfung chemischer Stoffe spezialisiert. Vor Ort bekamen wir zunächst einen Überblick über das Unternehmen in Form einer Präsentation. Anschließend erhielten wir eine Führung durch den gesamten Standort. Von der Lagerung der Stoffe über verschiedene Verfahren zur Qualitätsprüfung bis hin zum Verpacken und Versenden der Waren, sowohl national als auch international, konnten wir als Gruppe die einzelnen Schritte gut nachvollziehen.

Nach der Führung lernten wir ein chemisches Verfahren nicht nur theoretisch kennen, sondern konnten es auch selbst durchführen: die Chromatographie. Unser Ziel war es, ein Stoffgemisch in seine einzelnen Bestandteile zu trennen und sichtbar zu machen.

Dafür bauten wir zunächst eine Säule auf. In ein glasartiges, sanduhrförmiges Gefäß gaben wir unten Watte als Filter und darüber Kieselgelpulver. Anschließend nutzten wir verschiedene Alkoholgemische als Lösungsmittel.

Nachdem wir das Stoffgemisch oben aufgetragen hatten, wurde schnell deutlich, wie effektiv die Methode ist: Während die Flüssigkeit durch das Kieselgel lief, trennten sich die Bestandteile sichtbar auf. Es entstanden vier klar unterscheidbare Phasen in gelb, rosa, blau und einem dunklen Grünblau.

Im nächsten Schritt untersuchten wir diese getrennten Stoffe genauer. Wir trugen sie auf eine Kieselgelplatte auf und stellten diese in ein Lösungsmittel. Je nachdem, wie weit die einzelnen Farben wanderten, konnten wir Rückschlüsse auf ihre Polarität ziehen.

Abschließend betrachteten wir die Ergebnisse unter einer UV-Lampe, wodurch weitere Details sichtbar wurden. Das Experiment hat uns gezeigt, wie sich komplexe Stoffgemische in ihre einzelnen Bestandteile trennen lassen. Auch wenn wir in der Schule schon viele Versuche machen, war es spannend, das Ganze einmal unter anderen Bedingungen auszuprobieren.

Wir fanden den Besuch sehr eindrucksvoll und haben gerne an der Kooperation zwischen dem Gymnasium Dörpsweg und dem Unternehmen Merck teilgenommen. Umso trauriger sind wir darüber, dass der Standort, den wir besuchen durften, am Ende des Jahres geschlossen wird und unsere Folgejahrgänge diese Möglichkeit nicht mehr haben werden.

EU-Projekttag: Sicherheitspolitik im Fokus

Beim diesjährigen EU-Projekttag, einem bundesweiten Veranstaltungsformat, wurden aktuelle politische Herausforderungen der Europäischen Union für den 10. Jahrgang erlebbar. Mit den Schüler:innen sprach Dr. Dan Krause von der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, der Einblicke in  die derzeitige Lage der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik gab und mit den Jugendlichen Fragen auch künftiger Entwicklungen erörterte.

Von Daniela Middeke

Europas Sicherheit in Zeiten des Umbruchs
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie sich die Europäische Union in einer zunehmend unsicheren Welt behaupten kann und sollte. Dr. Krause beschrieb die aktuelle Lage als eine „doppelte Zeitenwende“: Einerseits habe sich die sicherheitspolitische Lage in Europa durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine grundlegend verändert, andererseits entwickelten sich auch die transatlantischen Beziehungen – insbesondere zu den USA – dynamischer und weniger berechenbar.

Vor diesem Hintergrund betonte er, dass die EU ihre strategische Handlungsfähigkeit stärken müsse. Ziel sei es, unabhängiger von anderen Großmächten zu werden und gleichzeitig als verlässlicher Partner im internationalen System zu agieren.

Im Austausch mit den Schülerinnen und Schülern wurden zentrale Problemfelder wie geopolitische Spannungen (Konflikte in Osteuropa und im Nahen Osten), Abhängigkeiten der EU bei der Energie und Rohstofflieferung bzw. unterschiedliche nationale Interessen genannt. Diese Entwicklungen führten vor Augen, dass klassische Diplomatie allein nicht mehr ausreiche, sondern Sicherheit heute umfassender gedacht werden müsse.

Auswirkungen auf Deutschland und die Bundeswehr
Besonders großes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler an den konkreten Auswirkungen auf Deutschland. Diskutiert wurden unter anderem die Rolle der Bundeswehr sowie mögliche sicherheitspolitische Anpassungen.
Ein zentrales Thema war in diesem Zusammenhang die Debatte um die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht, die angesichts veränderter Bedrohungslagen derzeit verstärkt geführt wird. Dabei wurde deutlich, dass Fragen der Landes- und Bündnisverteidigung für Deutschland und Europa wieder an Bedeutung gewinnen.

Europa zwischen Anspruch und Realität
Der Vortrag machte deutlich, dass die Europäische Union vor einer entscheidenden Phase steht: Sie verfügt über große wirtschaftliche und politische Stärke, muss diese jedoch noch konsequenter in sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit übersetzen.
Programme zur stärkeren Verteidigungszusammenarbeit, Investitionen in gemeinsame Fähigkeiten sowie der Ausbau internationaler Partnerschaften – etwa mit der NATO – sind dabei zentrale Bausteine.

Ein gelungener Projekttag
Der EU-Projekttag bot den Schülerinnen und Schülern nicht nur fundierte Einblicke in aktuelle politische Entwicklungen, sondern auch die Möglichkeit, kritisch nachzufragen und eigene Perspektiven einzubringen. Der anschauliche Vortrag von Dr. Krause und der Austausch mit ihm zeigten eindrucksvoll, wie wichtig politische Bildung ist – gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten.

Erster Florenz-Austausch

Erstmals führte der Italien-Austausch der Schule nicht nach Genua, sondern nach Campi Bisenzio, jenem charmanten Vorort von Florenz, in dem sich unsere neue Partnerschule befindet: das Istituto Comprensivo Montalcini.

Unterstützt vom EU-Programm Erasmus+ machten 19 Dörpsweg-Schüler:innen des 8. Jahrgangs in Begleitung von Frau Windzio und Frau Manna sehr positive Austauscherfahrungen in der Toskana. Zwei Teilnehmerinnen berichten:

Von Clara und Alessa (8d)

Am Sonntag sind wir alle sehr herzlich von unseren italienischen Gastfamilien in Empfang genommen. Der erste Tag in Italien war sehr erlebnisreich: Am frühen Morgen haben wir gemeinsam das typisch italienische Frühstück in der Schule unserer Austauschpartner genossen. Kurz darauf sind wir mit dem Bus in die Innenstadt von Florenz gefahren und haben die Stadt mit vielen historischen Gebäuden besichtigt.

Auch der nächste Tag war sehr interessant, da wir uns die toskanische Stadt Lucca angesehen haben. Wir sind u.a. auf der Mauer von Lucca spazieren gegangen, die ca. 4 km lang ist.

Am Mittwoch haben wir eine sehr bedeutende naturwissenschaftliche Universität besucht und uns über eine Präsentation, einen Escape Room zum Klimawandel und einen Einblick in das Wetterstudio, sehr gefreut.

Auch der Donnerstag war äußerst ereignisreich, da wir die Ehre hatten, mit der stellvertretenden Bürgermeisterin über den Schüleraustausch zu reden. Außerdem waren wir in einem archäologischen Museum und haben etwas über die Etrusker gelernt, ein antikes Volk, das vor den Römern in Mittelitalien lebte, vor allem in der Region Etrurien (heute hauptsächlich Toskana, Teile von Umbrien und Latium).

Den darauffolgenden Tag verbrachten wir in der italienischen Schule. Diese ist nicht so modern wie unsere, dennoch ist sie sehr hübsch gestaltet. Wir hatten Unterricht in den Klassen unserer Austauschpartner und haben Spiele zum Thema Klima gespielt. Auch das Istituto Comprensivo Montalcini setzt sich, ähnlich wie das Gymnasium Dörpsweg, für Umwelt und Nachhaltigkeit ein.

Den letzten Tag in Pisa haben wir sehr genossen, da wir noch einmal viel Zeit mit den Familien, aber auch mit Freunden verbringen konnten.
Nach einem traurigen Abschied und einer langen Heimreise sind wir am späten Sonntagabend wieder zu Hause angekommen.

Der Florenz-Austausch war für uns eine einmalige und wunderschöne Erfahrung und wir sind sehr dankbar, daran teilgenommen zu haben.

Team Dörpsweg beim Zehntel

Erstmals nahm ein fast 30-köpfiges „Team Dörpsweg“ am „Zehntel“ teil, jenem Marathon für Kinder- und Jugendliche, der 4,2 Kilometer lang ist, also ein Zehntel der regulären Marathon-Strecke misst. Mit rund 12.000 Teilnehmenden gehört die Veranstaltung zu den größten Kinder- und Jugendläufen Deutschlands.

Der Lauf führte durch Planten und Bloomen mit einem Start- und Zielpunkt nahe dem Fernsehturm – dort, wo sich nur einen Tag später die Profis auf Spitzenniveau maßen. Entlang der Strecke wurden die Kinder vom Jubel begeisterter Zuschauer:innen getragen, darunter dem der Eltern, die die Läufer:innen entschlossen anfeuerten. Alle Kinder meisterten die Strecke in ihrem eigenen Tempo und können sehr stolz auf ihre Leistung sein. Einige benötigten sogar nur etwa 20 Minuten, doch im Mittelpunkt standen vor allem die gemeinsame Erfahrung und die Freude an der Bewegung. 

Im Vorfeld hatten Frau Kalbow, Frau von Hertell und Herr Doliwa ein regelmäßiges Lauftraining angeboten, sodass alle Schüler:innen gut vorbereitet loslaufen konnten – von Ferne schon erkennbar an ihren hellgrünen Trikots, die der Schulverein finanziert hatte. Organisiert und begleitet wurde die Teilnahme der Kinder schließlich von Frau von Hertell (Fachleitung Sport) und Frau Dieckmann.
Nach dem erfolgreichen Debüt ist ganz klar: Ein „Team Dörpsweg“ wird auch im nächsten Jahr wieder am Start sein.

Kunst und Gedenken

Kunst in Kooperation mit der Gedenkstätte „Kinder vom Bullenhuser Damm“ zum Andenken an die dort ermordeten Kinder und Kriegsgefangenen – der Kunstkurs des S4 unter Leitung von Frau Exner zeigte, wie ein solches Projekt gelingen kann.

Von Marie Exner

Ein ganzes Semester lang beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der zutiefst tragischen Geschichte der kurzen Leben der Kinder und entwarfen zunächst in Gruppen verschiedene Ideen für ein künstlerisches Andenken.
Eine Jury, bestehend aus den Mitarbeitenden der Gedenkstätte sowie der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V., entschieden zwischen den vielen hervorragenden und feinfühligen Entwürfen schließlich für den von Lina Barz, Till Becker, Henri Grabs und Lea Höckel.
Bei der Umsetzung des Entwurfs, der aus einer Draht- und Stoffinstallation im vorderen Teil des ehemaligen Tatraums und aus mehreren farbigen Paneelen sowie einem Zeitstrahl im hinteren Teil des Raumes besteht, half der gesamte Kurs tatkräftig mit.
Der Gruppe war es insbesondere wichtig, in ihrem Kunstwerk nicht nur an den Tod der Kinder, sondern durch die bunten Paneele auch an ihre kurzen Leben zu erinnern.
Die Drahtinstallation dient zum einen dem Andenken an die noch immer unbekannten sowjetischen KZ-Häftlinge und thematisiert zum anderen die jahrzehntelange Verschleierung der Ermordungen.

Anlässlich der Gedenkfeier war auch die Ausstellung des Projektes vor einem großen Publikum in der Turnhalle der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm zu erleben. Lea Höckel hielt hier vor allen Gästen, unter denen auch Angehörige der ermordeten Kinder waren, auf Deutsch und Englisch eine kleine Rede, in der sie das Werk der Gruppe vorstellte. Die Gruppe erhielt viele positive Rückmeldungen für ihre sehr feinfühlige poetische Arbeit an so einem schrecklichen Ort.

Das Werk wird noch einige Zeit am Bullenhuser Damm ausgestellt sein und kann dort besichtigt werden.