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Erfolgreich an die Spitze debattiert

Mit gleich vier Debattanten waren das Gymnasium Dörpsweg in diesem Jahr beim Verbundwettbewerb „Jugend debattiert“ vertreten: Marie Purwin und Nico Schmidt (9a) debattierten souverän in Altersgruppe 1 sowie Seraphina Clasen (10b) und Maximilian Vogel (S2) erstmalig in Altersgruppe 2. Mit im Dörpsweg-Team waren zudem vier Juroren und das Schulkoordinationsteam Frau Renno und Herr Bruttig.

Insbesondere Seraphina Clasen und Maximilian Vogel (siehe Foto) zeigten in den beiden Qualifikationsdebatten hohes Fachwissen und Überzeugungskraft zu den Fragen: Soll eine Kontaktgebühr für Arztbesuche erhoben werden? Sollen „Kaufe-jetzt-zahle-später“-Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden?

Beide erreichten das Finale und debattierten dort gemeinsam in den Rollen Pro 1 und Pro 2 dafür, dass die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden sollte. Dabei hoben sie in ihren Rollen etwa hervor, dass Wähler:innen weniger beeinflusst würden und die Chancengleichheit der Parteien erhöht würde.

Das gesamte Dörpsweg-Team erwartete schließlich das Ergebnis der Jury voller Spannung – und freute sich über den ersten Platz von Maximilian Vogel: Er wird das Gymnasium Dörpsweg beim Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ Ende März im Rathaus vertreten.

Und wie haben die Dörpsweg-Debattanten der Altersgruppe den Tag erlebt? Hier ihre Eindrücke:

Von Marie und Nico (9a)

Am Wettbewerbstag trafen wir uns um 9:00 Uhr am Gymnasium Corveystraße. Bereits bei unserer Ankunft wurden wir sehr freundlich empfangen. Die Atmosphäre war von Anfang an angenehm und offen, so dass wir mit den Debattanten der anderen Schulen schnell ins Gespräch kamen, Erfahrungen austauschten und neue Kontakte knüpften.

Zu Beginn des Tages hatten wir ausreichend Zeit, noch einmal unsere Argumente zu wiederholen, durchzuatmen und uns mit der Umgebung vertraut zu machen. Kurz darauf startete bereits die ersten Debattenrunden, in der Altersgruppe 1 waren dies: Soll für Schulgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden? Sollen für schriftliche Prüfungen ab Jahrgang 10 Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden?

Die Debatten verliefen hoch konzentriert, respektvoll und auf einem hohen inhaltlichen Niveau. Besonders toll war auch hier, dass die Jury aus Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern besetzt war. Auch wenn wir das Finale leider nicht erreichten, freuten wir uns sehr mit Seraphina und Maximilian, die in der Altrsgruppe 2 im Finale standen, und freuten uns, nun als Zuhörer:innen bei den Final-Debatten dabei sein z dürfen. 

Das Verbundfinale von „Jugend debattiert“ war für uns ein eindrucksvolles Erlebnis, das uns sicherlich in positiver Erinnerung bleiben wird. Wir drücken Maximilian die Daumen und wünschen ihm viel Erfolg!

Jugend debattiert – Schulwettbewerb 2025

Der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ krönte traditionsgemäß das Ende der Adventszeit am Gymnasium Dörpsweg. Als Schulsieger:innen gingen in der Altersgruppe 1 Nico Schmidt und Marie Purwin (beide 9a) hervor, die das Debattiertraining der von Frau Renno und Herrn Bruttig geleiteten AG bereits sehr erfolgreich absolviert hatten. Die Finaldebatte der Altersgruppe 2 konnten Maximilian Vogel (S1) und Seraphina Claßen (10b) für sich entscheiden, beide bereits Landesfinalisten früherer Schuljahre. Ein Mitglied der aus Lehrkräften und Schüler:innen zusammengesetzten Jury berichtet:

Von Saida Minnibaeva (S1)

Am vorletzten Schultag vor Weihnachten fand unser Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ statt. Zum ersten Mal nahm neben der Altersgruppe 1 auch die Altersgruppe 2 an den leidenschaftlichen Debatten teil.

Bei dem Wettbewerb debattieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über spannende politische und soziale Fragen unserer Zeit nach festgelegten Regeln – ein Ziel dabei ist der wertschätzende Austausch von sachlich korrekten und überzeugenden Argumenten. Ich war als Jurorin im Finale der Altersgruppe 2 dabei.

Das Finale behandelte die Debattenfrage, ob ein elternunabhängiges BAföG für alle Studierenden eingeführt werden sollte. Auf der Pro-Seite argumentierten Maximilian Vogel (S1) mit Lea Höckel (S3) und auf der Contra-Seite Seraphina Claßen (10b) und Sander Kraft (S1). Es war eine spannende Debatte, die viele neue Perspektiven aufgezeigte. Die Argumente reichten von der Finanzierbarkeit über die persönliche Unabhängigkeit, den Fachkräftemangel bis hin zum „Gießkannenprinzip“. Dabei blieb die Debatte stets sachlich und freundlich. Toll war insbesondere, dass die vier Debattanten aus den Jahrgängen 10 bis 12 kamen und man nicht in einem Jahrgang blieb.

Das Finale der AG 1 durfte ich als Zuschauerin mir ansehen und es war sehr bemerkenswert, wie die Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 9 miteinander zur Frage, ob eine allgemeine Dienstpflicht für Jugendliche eingeführt werden sollte, debattiert haben – und das auf so einem hohen Niveau.

Zusammenfassend war es ein sehr spannendes, aber auch aufregendes Erlebnis und schön, als ehemalige Debattantin wieder mit dabei gewesen zu sein.  

Landeswettbewerb „Jugend debattiert“

Eindrucksvoll war nicht allein die prächtige Kulisse in den Räumlichkeiten des Hamburger Rathauses, in denen der Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ stattfand. Vielmehr begeisterte ein spannender Wettkampf um das beste Argument und überzeugendste Auftreten die Besucher:innen. Für das Gymnasium Dörpsweg nahmen gleich zwei Schüler:innen teil: Seraphina Clasen (Klasse 9b) in der Altersgruppe 1 und Maximilian Vogel (Klasse 10d) in der Altersgruppe 2, beide hatten den Verbundwettbewerb „Elphi“ mit Bestplatzierungen gewonnen.

Bravourös und mit hoch gelobter Sachkenntnis debattierte Seraphina Clasen in den Qualifikationsrunden unter anderem zu der Frage, ob an Hamburger Schulen ein generelles Verbot für die Nutzung privater digitaler Endgeräte bis zur 6. Klasse gelten solle.

Maximilian Vogel schaffte es bis in die Finalrunde, für die er mit einem dritten Platz geehrt wurde. Er überzeugte die Jury und das Publikum aus rund 250 Gästen im großen Festsaal bei der Debattenfrage: „Soll ein bedingungsloses Grundeinkommen in Hamburg eingeführt werden?“ Im Zentrum der Debatte stand die Frage, ob durch diese Maßnahme allen Hamburger:innen ein würdiges Leben ermöglicht werden könne und dies der Existenzsicherung diene. Wiederholt hakte Maximilian Vogel kritisch nach und betonte, dass bei der Bekämpfung der Armut unser Wirtschaftsprinzip der sozialen Marktwirtschaft bedacht werden müsse. Maximilian forderte statt des Gießkannenprinzips gezielte Hilfe und Unterstützung.
Zusammengefasst bestritt Maximilian eine hitzige Debatte auf höchstem Niveau.

Verbundwettbewerb ‚Jugend debattiert‘ am Dörpsweg

Intensive Debatten qualifizierter Schulsieger:innen von acht Hamburger Gymnasien füllten zahlreiche Klassenräume und die Aula am Dörpsweg anlässlich des Verbundwettbewerbs ‚Jugend debattiert‘. Ganz vorne mit debattierten vier Dörpsweg-Schüler:innen: Maximilian Vogel (10d, Foto rechts) und Lea Höckel (S1) in der Altersgruppe 2 sowie die Gewinner des letzten Schulwettbewerbs Anton Rexer (9b) und Seraphina Clasen (9b) in der Altersgruppe 1. Zwei Dörpsweg-Finalisten waren so erfolgreich, dass sie nun die Schule beim Landeswettbewerb vertreten werden.

Die Debatten der Altersgruppe 1 stellten, wie Angelina Rosa (Klasse 10a) beobachtet hat, vor allem soziale Themen in den Vordergrund: „Soll Rauchen an öffentlichen Plätzen verboten werden?“ Diese Frage ermöglichte  nicht nur einen Einblick in aktuelle Probleme, sondern regte die Debattanten und das Publikum dazu an, über unser gesellschaftliches Miteinander nachzudenken: „Ist es nicht traurig, dass wir uns als Gesellschaft zusammenfinden, um zu rauchen, damit wir Gespräche führen können?“, argumentierte Seraphina in der Position Pro 1.

In der Altersgruppe 2 waren die Fragen nicht nur aktuell, sondern auch kontrovers und politisch, so Angelina aus der AG ‚Jugend debattiert‘. „Soll Pyrotechnik in Stadien erlaubt werden?“ Oder: „Sollen extreme Parteien in Diskussionsrunden ausgeschlossen werden?“ Diese Finalfrage stellte eine Debatte zu grundlegenden demokratischen Werte in den Vordergrund. Dabei war Maximilian die Position Contra 2 zugewiesen worden, die er beispielsweise mit diesem Statement vertrat: „In öffentlich rechtlichen Diskussionsrunden haben Bürgerinnen und Bürger die Chance, das wahre Gesicht extremer Parteien zu sehen. Dort kann man ihnen transparent Fragen stellen, die gecheckt werden können, um sich ein eigenes Bild zu machen.“

Am Ende des von Herrn Bruttig und Frau Renno organisierten, aufregenden Debattentags wurden die Gewinner:innen bekannt gegeben, darunter: Seraphina Clasen (Foto: Mitte) und Maximilian Vogel. Beide werden nun beim Landeswettbewerb antreten, der am 2. April 2025 wieder spannende Debatten erwarten lässt.

„Jugend debattiert“ – Schulwettbewerb 2024/25

Aufregende Debatten zum Jahreswechsel haben Tradition am Dörpsweg. Spannend ist es dabei nicht nur für die Finalisten des Schulwettbewerbs „Jugend debattiert“, sondern auch für das Publikum aus den Jahrgängen 8-10. Nach drei Debattierrunden kurz vor den Weihnachtsferien standen eine Schulsiegerin und ein -sieger fest, beide aus der Klasse 9b: Seraphina Clasen (1. Platz) und Anton Rexer (2. Platz) vertreten das Gymnasium Dörpsweg beim Verbundwettbewerb „Elphi“ im Februar 2025. Doch die Wettbewerbsrunden sind nicht alles, wie eine Debattantin, Mitglied der AG „Jugend debattiert“, verrät:

Von Lena Hanusch (9b)

Am 18. Dezember 2024 fand an unserer Schule der Wettbewerb „Jugend debattiert“ statt. Bei diesem debattierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spannende Themen und Fragen. Dieses Jahr war ich selbst Teilnehmerin und möchte im Folgenden über meine Erfahrungen berichten.

Für mich begann es, als ich unserer AG „Jugend debattiert“ beigetreten bin. Anfangs ging ich noch mit gemischten Gefühlen in dieses Projekt, da ich meine eigenen Fähigkeiten nicht wahrgenommen hatte. Doch desto länger ich in der AG war, desto selbstbewusster und geübter wurde ich.

Vor dem Schulendscheit bekamen wir noch einige Tipps vom Gewinner des letzten Jahres, Maximilian Vogel (Klasse 10d). Dadurch konnten unser Sorgen und Fragen noch einmal aus der Sicht eines ehemaligen Teilnehmers geklärt werden. Vor Beginn des Wettbewerbs trafen sich einige der Teilnehmer außerdem eigenständig, um zusammen zu üben.

Am besagten Tag waren zunächst viele von uns Debattanten nervös. Als die erste Debatte jedoch vorüber war, legte sich die Anspannung etwas und verwandelte sich in Vorfreude. Trotz meiner Erwartung, dass ich auf der Bühne nervös werden würde, habe ich mich sehr schnell zurechtgefunden, vor allem da ich nicht alleine war. Auch die Jurorinnen und Juroren waren freundlich und gaben uns gute Tipps. 
Es war eine schöne Erfahrung und ich erlangte wertvolles neues Wissen durch die Debatten. Außerdem wurden meine Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeiten gestärkt.

Ich würde es jedem ans Herz legen, dieser AG beizutreten, selbst mit anfänglichen Bedenken. Insgesamt lässt sich sagen, dass sich die Erfahrung total gelohnt hat.

Bundesfinale „Jugend debattiert“

Er hatte bravourös den Schulentscheid gewonnen und sich durch die Kraft seiner Rede die diesjährige Vizemeisterschaft des Landeswettbewerbs „Jugend debattiert“ gesichert. Nun trat Maximilian Vogel (Klasse 9d) beim Bundesfinale in Berlin an. Begleitet wurde er von Herrn Bruttig. Lesen Sie dessen Bericht:

Von Sebastian Bruttig (Abteilungsleiter Oberstufe, AG-Leitung „Jugend debattiert)

„Sollen soziale Medien für Jugendliche unter 16 Jahren in Deutschland verboten werden?“ So lautete die erste Debattenfrage, zu der unser Schul- und Landessieger, Maximilian Vogel, Stellung beziehen musste.

Bereits am Donnerstag reiste er nach Berlin, wo er die anderen Landessieger wiedersah und das Briefing für die beiden Folgetage erhielt. Vor dem Beginn der beiden Qualifikationsrunden wirkte Maximilian sehr konzentriert und wenig aufgeregt. Er trat in der ersten Wettbewerbsrunde gegen die Landessieger von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern an, wobei die durch die Jury vergebenen Punkte im späteren Verlauf über das Weiterkommen in das Finale entschieden. Maximilian debattierte aus Sicht der Position Kontra 1 und argumentierte zum Beispiel damit, dass die sozialen Medien insbesondere für Jugendliche eine Errungenschaft darstellten. Sie seien mit den sozialen Medien großgeworden, wobei diese eine Vernetzung zu Gleichaltrigen ermögliche und gleichzeitig die Wissensaneignung vereinfache. Außerdem könnten sie einen wesentlichen Beitrag zur Demokratiebildung leisten.

Die Beiträge der Debattierenden wurden im Anschluss durch die Jury in den höchsten Tönen gelobt. So hätten die Teilnehmer „herausragendes Fachwissen und Ausdrucksvermögen“ gezeigt. Zwei dieser Vorrundengegner qualifizierten sich später für das Finale, insofern musste Maximilian gleich gegen die stärksten Mitkonkurrenten antreten. In der Pause berichtete Maximilian dann, dass er während der Trainingswoche auf Burg Rothenfels am Main vom Niveau seiner Mitkonkurrenten beeindruckt gewesen sei. So habe der Landessieger aus Rheinland-Pfalz „das halbe Grundgesetz auswendig zitieren“ können.

In der zweiten Debattenrunde ging es um die Frage, ob in Deutschland eine Tierwohlabgabe erhoben werden sollte. Maximilian begann seine Eröffnungsrede als Vertreter der Pro-Seite mit einem Zitat von Mahatma Gandhi: „Die Größe einer Nation und ihr moralischer Fortschritt lassen sich daran messen, wie ihre Tiere behandelt werden.“ Mithilfe einer Tierwohlabgabe, die durch die Verbraucher geleistet würde, sollten Landwirte stärker in die Pflicht genommen werden, sich um das Tierwohl zu kümmern. Außerdem trüge die biologische Tierhaltung dazu bei, dass deutlich weniger CO2 emittiert würde. Die Gegenseite konterte mit einer möglichen Problematik im Bereich des Außenhandels. So würden einheimische Landwirte dem Preisdruck ausländischer Landwirte nicht standhalten können. Ebenfalls sei dieser Vorschlag mit einem abgestimmten europäischen Vorgehen nicht vereinbar.

Nach der Debatte warteten die 32 Debattierenden und die mitgereisten Angehörigen und Betreuer gespannt auf die Punkte und die Bekanntgabe der Sieger, die am nächsten Tag im Kolosseum in Berlin im Finale antreten sollten. Maximilian gehörte zwar nicht dazu, konnte durch den Wettbewerb aber nach eigener Aussage wertvolle Erfahrungen sammeln und neue Bekanntschaften schließen. So kamen alle Teilnehmer:innen bei einem gemeinsamen Grillabend zusammen und konnten sich in lockerer Atmosphäre näher kennenlernen oder die Themen des Wettbewerbes vertiefen.