Erstmals fand in diesem Schuljahr in der Dörpsweg-Aula ein Workshop mit den zum Schuljahresstart neu gewählten Klassensprecherteams aus allen Klassen und Jahrgängen statt.
Die so zusammengesetzt Schülervertretung hat eine besondere Bedeutung für die Wahrnehmung von Schülerinteressen – und ist ein Lernfeld für Demokratie: Schüler:innen lernen und erleben im Klassen- und Schülerrat, wie Sie Mitbestimmung und das Aushandeln unterschiedlicher Interessen in einer Gemeinschaft mitgestalten. Den Workshop vermittelt hatte Lea Höcke (Abitur 2026), die sich auch als Mitglied der Schulkonferenz für die Belange der Schule eingesetzt hatte.
Von Tuana (8b) und Frau Weißbrodt (Verbindungslehrerin)
Geleitet wurde der Workshop von aktuellen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die bereits selbst Erfahrung aus der Schülervertretung (SV) mitbringen und zusätzlich dafür ausgebildet sind, Schülerinnen und Schülern ihre Rechte und Aufgaben sowie die rechtlichen Vorgaben zu den einzelnen Gremien zu vermitteln.
Zu Beginn lernten wir uns bei einem Kennenlernspiel erst einmal alle besser kennen. Bei einem kleinen Quiz, dem aus dem Fernsehen bekannten „1, 2 oder 3“, testeten die Fortbildenden unser bereits vorhandenes Wissen und zeigten sich beeindruckt von unseren Kenntnissen rund um die Themen Schülervertretung, Schulkonferenz und Schülerkammer.
Daraufhin ging es zunächst darum, was die Dos and Don’ts als Klassensprecherin oder Klassensprecher sind. Auch hier begeisterten wir die Fortbildenden mit unserem Wissen. Außerdem lernten wir, dass der Klassenrat im Optimalfall von uns Schülerinnen und Schülern eigenständig geleitet und durchgeführt werden sollte und die Klassenlehrkraft lediglich zur Unterstützung bei der Durchführung oder als Hilfestellung bei Konflikten hinzugezogen werden sollte. Der reibungslose Ablauf des Klassenrates soll durch verteilte Rollen sichergestellt werden. Für jeden Klassenrat sollten daher folgende Rollen vergeben werden: Moderation bzw. Leitung, Zeitwache, Regelwache, Redelistenführung und Protokollführung.
Nach einer kurzen Pause stand im zweiten Teil des Workshops die SV-Arbeit im Fokus. Der Einstieg fand mit Hilfe einer Positionslinie statt, auf der wir uns zu verschiedenen Fragen positionieren sollten. So wurde zum Beispiel gefragt, ob wir schon wüssten, an wen wir uns wenden könnten, wenn wir als Klassensprecherin oder Klassensprecher Probleme hätten und nicht weiterwüssten, oder ob wir schon einmal Hilfe in Anspruch genommen hätten.
Daraufhin folgten eine Klärung zu verschiedenen Gremien (Schulkonferenz, Kreisschülerrat, Schülerkammer, Ganztagsausschuss etc.) sowie eine Erläuterung dazu, wie die einzelnen Prozesse und Ideen der SV in die Tat umgesetzt werden können und welche Gremien für welche Themen verantwortlich sind. Außerdem ging es um unsere Rechte und darum, wie wir unsere Schule aktiv mitgestalten können. Der Workshop war abwechslungsreich gestaltet, sodass es nicht nur um Theorie ging und immer Raum für eigene Fragen und Erfahrungen blieb.
Im letzten Block beschäftigten wir uns hauptsächlich mit unseren Projektideen für das kommende Schuljahr. In Arbeitsgruppen entwickelten wir erste Ideen und Handlungsmöglichkeiten für Abschlussfeiern der 10. und 6. Jahrgänge, Sportturniere mit anderen Schulen, das Aufstellen zusätzlicher Wasserspender, Feiertagsprojekte sowie Anpassungen beim Zeitplan, bei der Taktung und Organisation des Unterrichts.
Insgesamt war es ein spannender Workshop, bei dem wir uns aktiv einbringen konnten und der eine gute Atmosphäre geschaffen hat. Auch Sila aus der Stufe 11 und der Tut-Gruppe von Herrn Gräfenstein fand es interessant zu sehen, wie viel man mitgestalten kann und was sich alles verändern lässt. Hendrik aus der 9d stimmte Sila zu und meinte kurz und knapp: „Es war sehr interessant.“
Der SV-Workshop hat uns gezeigt, dass Schülervertretung viel mehr bedeutet, als nur Klassensprecherin oder Klassensprecher zu sein: mitreden, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas an der Schule bewegen.





