Schlagwort-Archiv: Demokratie

Europaprofil – Ausflug an die Spree

Mit dem Thema “Herausforderungen der Demokratie gestern und heute in Deutschland” reiste das Europaprofil des 11. Jahrgangs für zwei Tage nach Berlin und erlebte dort ein vollgepacktes Programm an historischer und politischer Bildung. Dabei erfuhren die Schüler:innen beispielhaft, was geschehen kann, wenn wichtige Errungenschaften unserer Demokratie (Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte) zerstört werden. Kontrastierend gegenübergestellt wurden Herausforderungen der aktuellen Zeit, insbesondere im Gesundheitswesen.

Von Nico Schmidt (S2):

Zwei Tage voller Politik, Geschichte und neuem Wissen. Wir als Europaprofil des Jahrgangs 11 sind für zwei Tage nach Berlin gereist. Es ging für uns früh am Morgen zum Teil noch sehr müde, aber hoch motiviert in den ICE am Hamburger Hauptbahnhof. Die Fahrt verging wie im Flug dank Schach, Kaboo und Co. und nun waren wir bereit für unser dicht geplantes Programm in Berlin.

Als erstes stand eine spannende Stadtführung durch das Regierungsviertel der Hauptstadt an. Der Fokus hierbei lag auf Berlin in der NS-Zeit. Herr Bednarz zeigte uns eindrücklich die Pläne von Albert Speer im Auftrag Adolf Hitlers, das ganze Viertel um den heutigen Hauptbahnhof in Berlin zu einem riesigen Platz mit großer Kuppel und Triumphbogen umzubauen und so eine neue Hauptstadt „Germania“ zu schaffen.

Anschließend ging es für uns unmittelbar in den Osten Berlins in den ehemaligen Sektor der Sowjetunion zur Gedenkstätte Hohenschönhausen – einer ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der DDR. Diese wurde damals aus einer Großküche der Nazis umfunktioniert, sodass erst Nazis von der Sowjetunion und anschließend Gegner des Systems der DDR dort inhaftiert waren. Wir haben eine Führung wahrgenommen und vieles über die schockierenden Folter- sowie Verhörmethoden der Stasi und deren Auswirkungen gelernt. Insbesondere der Einblick in die damaligen Zellen schockierte uns. Nach dieser Führung mussten wir erst einmal tief durchatmen.

Abendprogramm war eine Vorstellung von „Träumt weiter“ von Frank Lüdecke im politischen Kabarett-Theater „Die Stachelschweine“. Dieses Stück bot einiges an Gesprächsstoff – und nicht alle Pointen wurden von uns als gelungen wahrgenommen. Vielfach beschreibt Lüdecke in seinem aktuellen Programm nur Probleme unserer Politik und Gesellschaft, welche bereits vielfach im medialen Diskurs vorkommen, und bietet keinerlei Lösungsansätze.

Umso größer die Überraschung der Zimmer in der DJH Berlin Ostkreuz – großräumig, sauber und modern! Beim Ausklang des Abends vertieften wir die Impulse des Tages und führten ganz im Sinne unseres Profils die Gespräche und Diskussionen des Tages fort.

Der zweite Tag startete wieder früh (7:30 Uhr) mit Frühstück in der Jugendherberge, um sich für das Tagesprogramm zu stärken. Nachdem alle gegessen hatten, ihre Zimmer aufgeräumt und ausgecheckt waren, brachen wir zum Bundesministerium für Gesundheit auf, welches wir tatsächlich zu früh erreichten, sodass wir Zeit hatten für einen Gang um den denkmalgeschützten Gebäudekomplex inkl. Familienministerium.

Im Ministerium erklärte uns Frau Reime vom Besucherdienst engagiert vieles über die verschiedenen Aufgaben, die Arbeitsweise und Schwierigkeiten des Gesundheitsministeriums. Viele Erläuterungen bauten auf den PGW-Unterricht auf, da wir uns seit ein paar Monaten mit der Gesundheitspolitik beschäftigen, die eines der Abi-Themen nächstes Jahr sein wird. Noch lieber wären wir jedoch bei der zeitgleich nur wenige Räume entfernten Pressekonferenz der Ministerin zur Finanzierung des maroden Gesundheitssystems dabei gewesen.

Nun teilten wir uns in kleinen Gruppen auf, in denen wir uns aus einem Pool von Museen jeweils eines auswählten. Meine Gruppe und ich entschieden uns für das Museum „Topographie des Terrors“, welches sich mit den zentralen Institutionen von SS und Polizei zur Zeit der Nationalsozialisten und den europaweit verübten Verbrechen beschäftigt. Dort bearbeiteten wir den uns gegebenen Arbeitsauftrag und befassten uns mit den Themen des Dokumentationszentrums. Daraufhin nahmen wir eine letzte Mahlzeit zu uns, bevor wir den Weg zurück nach Hamburg antraten.

Die Rückfahrt verlief vollkommen reibungslos (was bei der DB als nicht selbstverständlich anzusehen ist) und wir amüsierten uns erneut in der Gemeinschaft mit Spielen wie „Imposter“ und „Stirnraten“, bei denen auch die Lehrer teilweise mitspielten, bevor wir uns am Hamburger Hauptbahnhof wieder trennten.

Insgesamt war es eine sehr gelungene und informative zweitägige Exkursion, die uns als Profil nicht nur bildete, sondern uns auch menschlich näher zusammenwachsen ließ. Hierbei haben wir trotz teilweise unterschiedlicher politischer Ansichten sachlich diskutiert und uns ausgetauscht, anschließend die Differenzen hinter uns lassen und uns gemeinsam amüsieren können. Wir würden somit diesen Ausflug jederzeit wiederholen und sind sehr dankbar, dass dieser uns durch das Förderprogramm „Schule gestaltet politische Bildung“ kostenfrei ermöglicht wurde. An dieser Stelle also einen riesigen Dank an alle Beteiligten, die uns diesen Ausflug ermöglichten, und insbesondere an unsere Lehrkräfte Herr Niederhöfer und Frau Renno, die es zwei volle Tage am Stück mit uns ausgehalten haben, diese Reise organisierten und sich um alles gekümmert haben.

Politik zum Anfassen

Von Nora Ibraimi (9d), Daniela Middeke

Wie funktioniert Politik eigentlich in der Praxis? Genau das konnten wir – die Klasse 9d – beim Projekt „Jugend im Parlament“ in der Hamburgischen Bürgerschaft hautnah erleben.

Einblick in den politischen Alltag

Am ersten Tag starteten wir mit einer gemeinsamen Begrüßungsrunde im Plenarsaal. Anschließend wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt: in Klassenteams und ein Redaktionsteam.

Die Klassenteams mussten sich zunächst einen Namen für ihre Partei bzw. Gruppe in der Hamburgischen Bürgerschaft überlegen – in unserem Fall die „Nachhaltige Bildungs- und Gerechtigkeitspartei“ (NBG). Gemeinsam begannen wir dann mit interaktiven Einleitungsspielen, um die verschiedenen politischen Ebenen kennenzulernen – vom Bundestag über die Bürgerschaft bis hin zur Bezirksversammlung. Danach wurden kleinere Arbeitsgruppen gebildet, sogenannte Ausschussteams, die sich mit den Themen Familie, Verkehr und Klima beschäftigten.
Ihre Aufgabe: eigene Anträge entwickeln und politische Lösungen erarbeiten.

Arbeit im Redaktionsteam

Auch das Presseteam wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Gemeinsam mit Schülerinnen des Gymnasiums Marienthal übernahmen wir die mediale Begleitung des Projekts. Während ein Teil des Teams ein Magazin erstellte, war unsere Gruppe für die Filmproduktion zuständig.

Wir führten Interviews mit Schüler:innen und Lehrkräften und dokumentierten die wichtigsten Eindrücke des Projekts. Parallel dazu sammelte das Magazinteam visuelles Material direkt in den Klassen.

Austausch mit echten Politiker:innen

Am zweiten Tag wurde es besonders spannend: Politiker:innen verschiedener Parteien besuchten die Klassen. Sie unterstützten die Schüler:innen dabei, ihre Anträge zu überarbeiten und überzeugende Argumente für die bevorstehenden Debatten zu entwickeln.

Gleichzeitig boten sich in den Pausen viele Gelegenheiten für persönliche Gespräche und Diskussionen zu aktuellen politischen Themen.

Debatten und Plenarsitzung

Im Anschluss fanden intensive Debatten in den Ausschüssen statt – zu den BereichenKlimapolitik, Verkehrspolitik sowie Familien- und Sozialpolitik.

Das absolute Highlight war schließlich die Plenarsitzung im Bürgerschaftssaal. Unter der Leitung des Vorsitzenden diskutierten die Schüler:innen ihre Anträge, hielten Reden am Pult und stimmten demokratisch darüber ab.

Dabei zeigten viele großes Engagement, vertraten ihre Meinungen selbstbewusst und erlebten Politik aus erster Hand.

Fazit

Die Teilnahme an dem Planspiel „Jugend im Parlament“ hat uns eindrucksvoll gezeigt, wie politische Prozesse funktionieren. Wir konnten nicht nur unser Wissen erweitern, sondern auch ein besseres Verständnis für demokratische Abläufe und die Arbeit der Hamburgischen Bürgerschaft entwickeln.

Leben in der DDR: Gespräch mit Angélque und Andreas Kästner

Begegnungen mit Zeitzeugen können von unschätzbarem Wert sein, da sie über die Vermittlung geschichtlichen Wissens hinaus vielschichtige, teils unmittelbar emotionale Einblicke in Lebenszusammenhänge aus anderen Zeiten ermöglichen. Was prägte eigentlich eine Jugend in der DDR? Von einer intensiven Begegnung berichtet ein Schüler des 12. Jahrgangs:

Von Umut Brieskorn (S4)

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts durften die Schüler:innen des Kunst-Geschichte-Profils in Begleitung von Herrn Hanke an einem besonderen Zeitzeugengespräch teilnehmen: Angélique und Andreas Kästner, ein Hamburger Autorenpaar, besuchte unsere Schule, um den Schüler:innen einen persönlichen Einblick in ihre außergewöhnlichen Lebens- und Berufserfahrungen zu geben. 
Sie berichteten über ihre Lebenswege und erzählten, wie sie diese in ihre literarischen Werke einfließen lassen. 

Angélique Kästner ist Psychologin und Psychotherapeutin mit eigener Praxis. Sie arbeitete viele Jahre in der Psychiatrie und war lange ehrenamtlich im Kriseninterventionsteam tätig, wo sie Menschen unmittelbar nach traumatischen Erlebnissen unterstützte.

Andreas Kästner, geboren in Wismar und aufgewachsen in Rostock, schilderte eindrücklich seine Jugend in der DDR. In Rostock erfuhr er schon in jungen Jahren die allgegenwärtige staatliche Kontrolle des DDR-Systems, die er den Schüler:innen offen näherbrachte. Nach seiner Ausbürgerung verließ er die DDR und zog nach Hamburg, wo er später bei der Wasserschutzpolizei im Hamburger Hafen arbeitete.

Als Autorenpaar führen sie ihre beiden Kompetenzen zusammen: Während Andreas Kästner seine Erfahrungen aus Leben und Beruf einbringt, ergänzt Angélique Kästner dies mit ihrem psychologischen Verständnis. Zusammen schreiben sie die Krimireihe „Tatort Hafen“, die im Hamburger Hafen spielt und durch ihre Authentizität überzeugt.

Beide berichteten uns nicht nur von ihren literarischen Werken, sondern auch von persönlichen Erfahrungen aus der Vergangenheit Andreas Kästners: von seiner Jugend in der DDR, die geprägt war von staatlichen Jugendorganisationen wie den Jungpionieren und der FDJ, welche schon früh politische Inhalte und Ideologien an Jugendliche heranführten und als Mittel genutzt wurden, um die Loyalität gegenüber dem Staat zu fördern. 

Besonders eindrücklich für die Schüler:innen waren die Schilderungen zur eingeschränkten Freiheit. Reisefreiheit existierte kaum, der Zugang zu Musik oder Produkten aus dem Westen war stark begrenzt. Andreas Kästner berichtete aus eigener Erfahrung, dass jene Westprodukte, die er persönlich besaß, konfisziert oder auf der Stelle zerstört werden mussten. Man habe „auf Linie sein“ sein müssen, um nicht von der so genannten Volkspolizei als Störfaktor erachtet zu werden. Dies bedeutete, sich anzupassen und möglichst nicht aufzufallen.

Ein weiterer heute undenkbarer Aspekt für die Schüler:innen war die Zuweisung von Berufen und Ausbildung durch den Staat. Zwar war Andreas Kästner in der Lage, seinen Wunschberuf als Matrose zu ergreifen, durch familiäre Umstände jedoch sah es in der Gruppe seiner engen Freunde anders aus. Über den Einfluss, den sie auf sein Leben genommen haben, berichtete Andreas Kästner ebenfalls. Sie finden zudem in den Werken Kästners eine zentrale Bedeutung.

Ein wichtiger Bestandteil des Gesprächs betraf die Rolle der Staatssicherheit. Herr Kästner berichtete offen darüber, wie die Stasi versuchte, Menschen nicht nur zu überwachen, sondern gezielt zu verunsichern und gegeneinander auszuspielen.  So erreichte das Zeitzeugengespräch seinen Höhepunkt, als Andreas Kästner über die persönliche Erfahrung damit schilderte, was als „Zersetzung“ bezeichnet wurde. Das Vorgehen der Stasi zielte darauf ab, Vertrauen zu zerstören, Beziehungen zu belasten und Betroffene psychisch zu destabilisieren. Besonders erschütternd war die Erkenntnis, dass selbst sein engster Freund als inoffizieller Mitarbeiter für die Stasi tätig war.

Die Schüler:innen hörten aufmerksam zu und stellten zahlreiche Fragen. Besonders deutlich wurde dabei, wie schwer es ist, sich ein Leben unter solchen Bedingungen vorzustellen und wie wichtig Zeitzeugengespräche sind, um historische Zusammenhänge nachvollziehen zu können.

Der Besuch von Angélique und Andreas Kästner machte ihre Geschichte auf eindrucksvolle Weise greifbar und zeigte, dass die DDR nicht nur ein politisches System war, sondern ein Alltag, der von Kontrolle und Zersetzung geprägt war.
Des Weiteren regte das Gespräch dazu an, über den Wert von Freiheit, Vertrauen und demokratischen Grundrechten nachzudenken, die heute selbstverständlich erscheinen, es aber nicht immer für jeden waren.

Wir danken Angélique und Andreas Kästner herzlich für ihren Besuch und die Einblicke, die weit über den Geschichtsunterricht hinausgehen.

Exkursion zum Bullenhuser Damm

Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm erinnert an 20 jüdische Kinder und mindestens 28 Erwachsene, die im April 1945, kurz vor dem Ende der NS-Diktatur, von SS-Männern ermordet wurden. Ein Besuch dort lohnt sich, berichtet ein Schüler des 10. Jahrgangs.

Von Julian Schoer (10b)

Im Rahmen einer Geschichts-Exkursion mit Herrn Hanke hatten wir die Möglichkeit, die Gedenkstätte der Kinder vom Bullenhuser Damm zu besichtigen. Die Führung wurde von einer Leiterin übernommen, die uns nicht nur die Räume zeigte, sondern auch ausführliche Präsentationen hielt.

Zuerst waren mir die Geschichte und die in diesem Haus vollzogenen Handlungen unklar, zumal das Gebäude aussieht wie eine gewöhnliche Schule. Als wir uns jedoch in den Keller begaben, besonders in die Taträume, konnte ich mir die Dinge schon besser vorstellen. Die Leiterin hielt viele Vorträge, die ich anfangs noch für uninteressant und langweilig hielt, später jedoch weckten diese auch mein Interesse, besonders am Ende der Führung, als sie die Mordszenarien ansprach, welche an diesem Ort vorgefallen sind, und erklärte, wer die Taten vollzogen hat.

Ich finde es gut, dass wir diese Gedenkstätte besuchen konnten, weil wir viele interessante Sachen erfahren haben und dafür sorgen kömnnen, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.
Insgesamt fand ich die Exkursion sehr lehrreich. Es war eine intensive Erfahrung, die mich zum Nachdenken angeregt hat und mir ein besseres Bild über die vorgefallenen Dinge gibt.

Alfons zurück am Dörpsweg

Zum zweiten Mal besuchte der deutsch-französische Kabarettist Alfons (Emmanuel Peterfalvi) Oberstufenschüler:innen der Jahrgänge 11 und 12 am Dörpsweg. Unter dem Motto „Demokratie in Gefahr“ sprach der glühende Europäer mit den Schüler:innen des Europa- und des Wirtschaftsprofils über Nationalismus, der leicht zu Krieg führe, über Social Media, in denen Dinge geäußert werden können, die sonst nicht zulässig erscheinen, und über das Gefühl vieler Jugendlicher, kein Gehört zu finden.
Eine Schülerin aus dem Europaprofil des 11. Jahrgangs berichtet:

Von Lina Rohlf (S1)

Das Europa- und Wirtschaftsprofil des elften Jahrgangs hatte zunächst Alfons‘ Programm „Klasse!“ im Kulturhaus Eidelstedt besucht. Er bezog sich bei diesem Programm vor allem auf die Wehrhaftigkeit der Demokratie in Deutschland, verbunden mit deutschen Klischees und humorvollen Geschichten aus seinem Leben, unter anderem Besuchen an deutschen Schulen.

Dieses Themengebiet führte er dann an unserer Schule fort. Nach einer persönlichen Einleitung, in der er über seine Zeit in Frankreich, aber auch seine ersten Erfahrungen in Deutschland berichtete, schlug er vor, eine Diskussion mit ihm als Leiter zu führen. Dabei sprachen er und alle Schüler des Wirtschafts- und Europaprofils aus dem elften und zwölften Jahrgang über verschiedene politische Themen wie Wehrpflicht, Wehrhaftigkeit der Demokratie oder darüber, welche Rolle die Jugend in der heutigen Zeit in der Politik spielt.

Es wurde heiß diskutiert und verschiedene Sichtweisen wurden einander näher gebracht. Vor allem wurde deutlich, dass wir als Jugendliche uns zu wenig vertreten und verstanden fühlen durch die Politik, insbesondere beim Thema Wehrpflicht, bei dem wir ja direkt betroffen sind. Alfons leitete diese Diskussionen, teilte uns seine eigene Haltung und Erfahrungen zu den Themen mit und gab neue Anregungen und Ideen. Zu guter Letzt erzählte er uns von seiner Stiftung, die nach seiner Großmutter entstanden ist und mit der er uns unterstützen will, damit wir die Politik für die Zukunft mitgestalten können und mehr gehört und vertreten werden.

Zum Internetauftritt von Alfons‘ „Grand-Mère-Stiftung“ gelangen Sie über https://www.gm-stiftung.org.
Einen Bericht über Alfons‘ ersten Besuch am Gymnasium finden Sie hier.   

Verbundwettbewerb ‚Jugend debattiert‘ am Dörpsweg

Intensive Debatten qualifizierter Schulsieger:innen von acht Hamburger Gymnasien füllten zahlreiche Klassenräume und die Aula am Dörpsweg anlässlich des Verbundwettbewerbs ‚Jugend debattiert‘. Ganz vorne mit debattierten vier Dörpsweg-Schüler:innen: Maximilian Vogel (10d, Foto rechts) und Lea Höckel (S1) in der Altersgruppe 2 sowie die Gewinner des letzten Schulwettbewerbs Anton Rexer (9b) und Seraphina Clasen (9b) in der Altersgruppe 1. Zwei Dörpsweg-Finalisten waren so erfolgreich, dass sie nun die Schule beim Landeswettbewerb vertreten werden.

Die Debatten der Altersgruppe 1 stellten, wie Angelina Rosa (Klasse 10a) beobachtet hat, vor allem soziale Themen in den Vordergrund: „Soll Rauchen an öffentlichen Plätzen verboten werden?“ Diese Frage ermöglichte  nicht nur einen Einblick in aktuelle Probleme, sondern regte die Debattanten und das Publikum dazu an, über unser gesellschaftliches Miteinander nachzudenken: „Ist es nicht traurig, dass wir uns als Gesellschaft zusammenfinden, um zu rauchen, damit wir Gespräche führen können?“, argumentierte Seraphina in der Position Pro 1.

In der Altersgruppe 2 waren die Fragen nicht nur aktuell, sondern auch kontrovers und politisch, so Angelina aus der AG ‚Jugend debattiert‘. „Soll Pyrotechnik in Stadien erlaubt werden?“ Oder: „Sollen extreme Parteien in Diskussionsrunden ausgeschlossen werden?“ Diese Finalfrage stellte eine Debatte zu grundlegenden demokratischen Werte in den Vordergrund. Dabei war Maximilian die Position Contra 2 zugewiesen worden, die er beispielsweise mit diesem Statement vertrat: „In öffentlich rechtlichen Diskussionsrunden haben Bürgerinnen und Bürger die Chance, das wahre Gesicht extremer Parteien zu sehen. Dort kann man ihnen transparent Fragen stellen, die gecheckt werden können, um sich ein eigenes Bild zu machen.“

Am Ende des von Herrn Bruttig und Frau Renno organisierten, aufregenden Debattentags wurden die Gewinner:innen bekannt gegeben, darunter: Seraphina Clasen (Foto: Mitte) und Maximilian Vogel. Beide werden nun beim Landeswettbewerb antreten, der am 2. April 2025 wieder spannende Debatten erwarten lässt.