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Konferenz zur Zukunft Europas

In einer engagierten Diskussion sprachen Oberstufenschüler_innen des S2 und S4 mit dem französischen Generalkonsul Frédéric Joureau über die Zukunft der europäischen Demokratie. Schnell wurde dabei klar, wie brennend aktuell das Thema gerade in jüngster Zeit ist.
Beteiligt waren die von Frau Haller und Frau Dr. Blank betreuten PGW-Kurse des Wirtschaftsprofils sowie der Französischkurs von Frau Haller. 
Ein Schüler des Französischkurses berichtet:

Von Keyvan Zakikhani (S4)

Exceptionnel!
So lässt sich die Erfahrung für die Schüler*innen des Dörpsweg am 01.03.2022 wohl zusammenfassen. Nachdem sie am 24. Februar an einem Workshop zum Thema Europa, der durch den Info-Point Europe durchgeführt wurde, teilgenommen hatten, traf am Dienstag hoher Besuch ein: Der französische Generalkonsul und Direktor des Institut Français Hamburg, Frédéric Joureau, sowie Nathalie-Zoé Fabert, Attachée für Sprache und Bildung vom Institut Français Hamburg, kamen anlässlich der Konferenz zur Zukunft Europas.

Die „Conférence sur l’avenir de l’Europe” ist ein von der Europäischen Kommission und vom Europäischen Parlament einberufenes Gremium, welches den Bürger*innen Europas die Möglichkeit bietet, aktiv an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken, indem beispielsweise über die offizielle Homepage persönliche Vorschläge geteilt werden können.

Nach einer kurzen Vorstellung stellten die Schüler*innen dem Konsul unterschiedlichste Fragen in deutscher und französischer Sprache. So ging es um Umwelt, Wirtschaft, das Verschleierungsverbot in Frankreich, den beruflichen Werdegang des Konsuls, aber natürlich besonders auch um die dramatische Krise in der Ukraine.

Hinsichtlich der Energiewende untermauerte Joureau den französischen Standpunkt und verwies auf die Kernenergie. Nach Joureau ist sie sicher, sauber, zuverlässig und eine unerlässliche Brückentechnologie, mit der Unabhängigkeit erhalten werde. Diese Aussagen trafen beim überwiegend jugendlichen Publikum auf bemerkbare Skepsis. Trotzdem herrschte stets eine freundliche Atmosphäre und alle schätzten den Dialog.

Mit Abstand am meisten Fragen stellten die Schüler*innen zum aktuellen Krieg. „Ne pensez-vous pas qu’on a trahi les valeurs de l’Europe en laissant tomber les citoyens de l’Ukraine?” („Denken Sie nicht, dass wir die europäischen Werte verraten haben, indem wir die ukrainische Bevölkerung im Stich gelassen haben?”) Diese Frage verneinte der Konsul entschieden, wobei er auf die massiven Sanktionen, die Aufnahmebereitschaft der Ukraine in die EU und auf die geeinte Handlungsstrategie der westlichen Partner verwies. Demnach könne diese Krise sogar eine Chance für die EU sein, denn nun müssten alle Staaten gemeinsam eine Lösung finden und Solidarität zeigen.

Dieser Tag war einer der Tage, an die man sich auch nach dem Abitur noch lange erinnern wird. Meiner Meinung nach hat dieses Treffen uns allen gezeigt, wie nah die EU uns eigentlich ist. Oft fühlt man sich machtlos und kann die Politik nur aus der Ferne beobachten, doch diese Konferenz wandelte die Ferne in Nähe um. Die Konferenz sollte uns bewusst machen, dass wir die Zukunft gestalten können und müssen, denn es ist unser Auftrag, die Werte unserer Gemeinschaft zu wahren, zu verteidigen und zu ergänzen.

Wir danken dem Generalkonsul für diesen besonderen Einblick in seinen Zuständigkeitsbereich und die interessanten Antworten auf viele aktuelle Fragen. Merci beaucoup!

DELF – Félicitations

Sie hätten die DELF-Prüfungen eigentlich gemeinsam mit ihren „camerades“ des Jahrganges 10 ablegen sollen. Coronabedingt wurden die Examen leider abgesagt, Hanna Schöne (S2) und Begüm Arslan (S4) jedoch blieben am Ball und bestanden mit Bravour die DELF-Prüfungen des Niveaus B1.

Die international anerkannten DELF-Zertifikate tragen das Siegel des französischen Bildungsministeriums und ermöglichen es den B2-Absolventen, sich ohne weitere Sprachnachweise an französischen Hochschulen einzuschreiben.

Am Gymnasium Dörpsweg gehört die Vorbereitung der Schüler_innen auf die DELF-Prüfungen zum Lehrprogramm. Französisch-Lerner_innen des Jahrganges 10 können die Examen direkt in der Schule abnehmen, da sich die Französischlehrkräfte in den letzten Jahren zu DELF-Prüfer_innen haben ausbilden lassen. Und im vertrauten Dörpsweg-Umfeld schreibt und parliert es sich natürlich beinahe so schön wie in Frankreich selbst.

Weitere Informationen zu den DELF-Sprachzertifikaten gibt es hier.

Journée franco-allemande

Erstmals wurde der Deutsch-Französische Tag am Gymnasium Dörpsweg gefeiert – und das mit einer Menge Spaß für alle. Der Tag ist der besonderen Verbundenheit Frankreichs und Deutschlands gewidmet und soll Jugendlichen die Kultur und Bildungsangebote des jeweiligen Partnerlands näherbringen.

Sichtbar wurde die Verbindung beider Länder schon beim ersten Blick auf das Schulgelände, das mit hunderten Flaggen in bleu–blanc–rouge und schwarz–rot–gold dekoriert war. Roll-Ups zu Stationen der deutsch-französischen Nachkriegsgeschichte und zur engen Zusammenarbeit der Länder informierten die Schüler_innen entlang des Flurs im Hauptgebäude. Gesäumt war dieser Weg zudem mit Portraits französischer Stars aus dem Kunstunterricht.

Schon vor Beginn des Unterrichts wurden Schüler_innen, die keine Gegenwehr zeigten, die Flaggen beider Länder auf ihre Masken geschminkt, was allseits die Morgenlaune hob. In der ersten Pause setzte das Programm ein: mit einem Flashmob auf dem Schulhof, den die Französischklasse 9d zu MC Rogers Parodiesong „Tu stoppes et tu galoppes“ einstudiert hatten. Am Mikrophon benannte Nilufar (10d) schlaglichtartig Aspekte der deutsch-französischen Beziehung und ihrer Bedeutung für Europa.

Auch an vielen weiteren Stellen des Schulhofs gab es in dieser und der folgenden Pause Aktivitäten und Angebote, etwa Boule-Spiel-Partien vor dem mit der Trikolore dekorierten Klettergerüst oder Crêpes, die an der frischen Luft an zwei Ständen von Schüler_innen der Jahrgänge 8 und 9 gebacken wurden und die großen Zuspruch fanden. Entzücken bei Fußballfreunden löste die Möglichkeit aus, sich gemeinsam mit Kylian Mbappé ablichten zu lassen, der lächelnd im PSG-Trikot auf dem Schulhof stand, wenn auch nur in Form eines Aufstellers.

Im Unterricht der 3. und 4. Stunde zogen Mitglieder der Französischkurse 10 gruppenweise durch jüngere Klassen und informierten über Frankreich, seine Geschichte, Regionen oder Spezialitäten, leiteten Frankreich-Quizz-Runden an und verteilten kleine Preise. Vorbereitet hatten sie ihre Präsentationen liebevoll im Französisch-Unterricht der vorausgehenden Wochen.

Das Engagement der Fachschaft Französisch unter Federführung von Frau Haller hat für viel Freude gesorgt – und Fragen aufgeworfen. „Was ist das jetzt eigentlich für ein Tag?“, wollte eine Oberstufengruppe von einem vorbeieilenden Französischlehrer wissen, der zunächst auf die Infotafeln verwies und eine Internetsuche auf dem Handy anregte. Auf seinem Rückweg strahlten ihn die Elftklässler an, hatten sie doch eine Seite entdeckt, die die Bedeutung des „Elysée-Vertrags“ erläutert, jenes Freundschaftsvertrags beider Länder, der am 22. Januar 1963 geschlossen wurde und 2019 eine Vertiefung im „Vertrag von Aachen“ fand. Eine andere Frage wurde mit Nachdruck von Fünftklässlerinnen gestellt: „Können wir das jetzt jeden Monat machen?“ Auch wenn dies zum Bedauern der Schülerinnen verneint werden musste, hat die „Journée franco-allemande“ doch das Zeug für eine jährliche Dörpswegtradition.

Endlich DELF

Eigentlich hatten sie gemeinsam mit weiteren Kandidaten aus dem Jahrgang 10 die Prüfungen bereits im März 2020 ablegen wollen. Sie waren gut vorbereitet auf die DELF-Prüfungen des Niveaus B1, mit denen sie ihre französischen Sprachkompetenzen unter Beweis stellen wollten. Dann mussten ihre Termine abgesagt werden, wieder und wieder. Vier der Kandidaten gaben jedoch nicht auf, nun – mittlerweile im Jahrgang 12 – halten sie ihr Diplom endlich in Händen.

Parneet stellte sich den Prüfungen übrigens, ohne überhaupt noch Französisch zu belegen, wiederholte das Gelernte vollkommen selbstständig und bewies damit ein besonderes Durchhaltevermögen. Auch die drei anderen Kandidaten, Alana, Patricia und Keyvan, blieben eigenständig am Ball. Als Mitglieder des von Frau Haller geleiteten Französischkurses bereiten sie sich mittlerweile auf das Folge-Examen auf B2-Niveau vor, bei dem die Anforderungen im Hör- und Leseverstehen, im Schreiben und freien Sprechen noch einmal deutlich anspruchsvoller sind.

Die international anerkannten DELF-Zertifikate tragen das Siegel des französischen Bildungsministeriums und ermöglichen es den B2-Absolventen, sich ohne weitere Sprachnachweise an französischen Hochschulen einzuschreiben.

Am Gymnasium Dörpsweg haben die Kandidaten einen charmanten Vorteil: Dank der Zusatzqualifikation einer Reihe von Französischlehrkräften können sie die Prüfungen direkt an ihrer Schule ablegen, müssen also nicht extra zum Institut Français fahren. Diesen Komfort gibt es übrigens auch für die Cambridge Certifikates, für die spanischsprachigen DELE-Examen sowie für die italienischen CILS-Zertifikate: Die Wege nach Europa beginnen direkt am Dörpsweg.