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Austausch mit Aussicht: Florenz und Umgebung

Zum zweiten Mal reisten Italienisch-Lerner:innen der 8. Klassen nach Campi Bisenzio, jenen Vorort von Florenz, in dem unsere italienische Partnerschule liegt: das Istituto Comprensivo Montalcini. Gemeinsam mit Frau Piccolo und Frau Dr. Hegerfeldt sowie ihren Austauschpartnern konnten die Schüler:innen bei diesem Aufenthalt den Charme der Toscana erleben. Unterstützt wurden sie dabei von Erasmus+.
In einem gemeinsam mit Frau Piccolo verfassten Artikel berichten sie von ihren Eindrücken:

Von den Austauschteilnehmer:innen des 8. Jg. und Frau Piccolo

Als wir nach einer langen und anstrengenden Nachtfahrt mit dem Zug (Danke, DB!) endlich in Italien ankamen, wurden wir von der strahlenden Sonne und von unseren italienischen Austauschpartnern in Campi Bisenzio, einer kleinen Stadt vor den Toren von Florenz, herzlich empfangen.

Den ersten Sonntag verbrachten wir in unseren Gastfamilien und schon nach kurzer Zeit fiel uns auf, dass das Leben in Italien in vielerlei Hinsicht anders ist als in Deutschland. Kulinarisch wurden wir von den Gasteltern von Tag 1 an sehr gut versorgt und bei den vielen Unternehmungen im Alltag fühlten wir uns immer als Teil der italienischen Familie. So gingen wir Eis essen, shoppen und genossen es, mit den anderen Austauschschülern zu spielen, zu sprechen und ihre Stadt erkunden. Diese gemeinsamen Momente gehören zu unseren schönsten Erinnerungen an die Reise.

Am Montag lernten wir bei einer Stadtführung Campi Bisenzio näher kennen und wurden sogar von der Vize-Bürgermeisterin empfangen.

Beim Schulbesuch am Dienstag stellten wir fest, dass nicht nur die Unterrichtsfächer in Italien anders sind, sondern auch die Gestaltung der Pausen und der Aufgaben: viel mehr Theorie und schriftliche Arbeiten. Das Konzert der Schülerinnen und Schüler aus dem Musikzweig der Schule zeigte uns eine andere, aktivere Seite des italienischen Schullebens.

Highlights der Woche waren die Ausflüge: Einige von uns besuchten mit den Familien Pisa mit seinem berühmten Schiefen Turm und Vinci, den Geburtsort Leonardo da Vincis. Gemeinsam mit der ganzen Gruppe und unseren Lehrkräften unternahmen wir auch tolle Tagesausflüge nach Viareggio, Lucca und Florenz. Am Freitag vor der Abreise durften wir außerdem ein Forschungszentrum für Meteorologie besuchen und uns dort über Klimawandel und Nachhaltigkeit austauschen.

Auch sprachlich haben wir viel mitgenommen: Wir konnten unsere Aussprache verbessern, haben neue Vokabeln für den Alltag sowie das Familienleben gelernt und verstehen inzwischen besser, wenn Italienisch – selbst in Umgangssprache – schnell gesprochen wird. Eine wichtige Erkenntnis war für uns, dass man gar nicht jedes Wort verstehen muss, um trotzdem sehr viel mitzubekommen.

Rückblickend war der Austausch für uns viel mehr als nur eine Reise nach Italien. Wir konnten erleben, wie es ist, fern von zu Hause selbstständiger zu werden, neue Menschen kennenzulernen und uns in einer ungewohnten Umgebung zurechtzufinden.

Jetzt freuen wir uns auf den Gegenbesuch unserer italienischen Austauschpartner:innen in Hamburg. Wenn sie im Februar kommen, wünschen wir uns viel Schnee, blauen Himmel und Sonnenschein. Schließlich soll sich auch Hamburg von seiner schönsten Seite zeigen!

Französisch-Austausch in Toulouse

Von Jacob Schneeloch, 8c

Eine Woche lang durften wir mit Unterstützung von Erasmus+ unsere französischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartner in Tournefeuille bei Toulouse besuchen. In dieser Zeit haben wir viel über den französischen Schulalltag und die Kultur gelernt, neue Freundschaften geschlossen und viele besondere Erlebnisse gesammelt.

Dienstag – Ankommen und erste Workshops

Am Dienstag kamen wir gemeinsam mit Frau Margedant und Frau Kalbow in Frankreich an und lernten unsere Austauschpartner und ihre Schule kennen. Schon an unserem ersten Tag erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm. Wir konnten an verschiedenen Workshops teilnehmen und dabei unterschiedliche Seiten der französischen Kultur kennenlernen.

Bei Boxe française bekamen wir einen Einblick in die französische Boxkultur. Außerdem lernten wir okzitanische Tänze und Lieder kennen, die für die Region typisch sind. Im Kunstunterricht bekamen wir eine kreative Aufgabe: Wir sollten kleine Figuren aus verschiedenen Perspektiven fotografieren und anschließend unsere Fotos vorstellen.

Außerdem begannen wir mit den Vorbereitungen für unsere Vox Pop, ein Videoprojekt, bei dem wir verschiedene Personen zu bestimmten Fragen interviewten.

Mittwoch – Französischer Schulalltag

Am Mittwoch konnten wir den normalen Schulalltag in Frankreich kennenlernen. Wir nahmen am Unterricht teil und besuchten verschiedene Fächer. Einige von uns hatten zum Beispiel Französisch, Histoire-Géo, Deutsch oder Musik. Der Unterricht dauerte jeweils 55 Minuten. So konnten wir selbst erleben, wie sich der Unterricht an einer französischen Schule von unserem Schulalltag unterscheidet.

Auch die Mittagspause und die Kantine gehörten natürlich dazu. Gemeinsam mit unseren Austauschpartnern aßen wir zu Mittag und verbrachten die Pausen miteinander.

Donnerstag – Ausflug nach Carcassonne

Am Donnerstag machten wir einen großen Ausflug in die Umgebung von Toulouse. Unser erstes Ziel war eine Grotte in der Nähe von Carcassonne. Dort konnten wir eine beeindruckende Höhle in einer hügeligen Landschaft besichtigen und etwas ganz anderes als unseren normalen Schulalltag erleben.

Anschließend fuhren wir weiter nach Carcassonne. Dort besichtigten wir die berühmte mittelalterliche Festungsstadt. Besonders beeindruckend waren die alten Stadtmauern und die vielen Türme. Es fühlte sich ein bisschen so an, als würden wir in eine andere Zeit zurückreisen.

Freitag – Toulouse, Kochkurs und Vox Pop

Am Freitag fuhren wir nach Toulouse. Dort machten wir zuerst eine Art Stadtrallye. In kleinen Gruppen mussten wir verschiedene Aufgaben lösen und Fragen über die Stadt beantworten. So konnten wir Toulouse auf eine spielerische Art kennenlernen.

Danach ging es in ein Atelier, wo wir einen Kochkurs machten. Dort konnten wir verschiedene kleine Gerichte und Snacks ausprobieren und selbst zubereiten. Es gab unter anderem Mini-Burger, Eier mit Tomatenketchup, Cocktails, eine Käseplatte und verschiedene Desserts. Dabei hatten wir nicht nur viel Spaß, sondern konnten auch typische französische Lebensmittel und Geschmäcker kennenlernen.

Anschließend setzten wir unser Vox-Pop-Projekt um und führten dafür Interviews durch. Danach hatten wir noch ungefähr eine Stunde freie Zeit in Toulouse. Wir konnten die Stadt selbstständig erkunden, bevor wir wieder zurück nach Tournefeuille fuhren.

Wochenende – Zeit mit den Gastfamilien

Das Wochenende verbrachten wir mit unseren Gastfamilien. Dadurch konnten wir den französischen Alltag noch besser kennenlernen. Einige von uns fuhren sogar ans Meer, andere trafen sich mit ihren Austauschpartnern oder verbrachten Zeit mit ihren Familien.

Wir waren zum Beispiel viel im Pool und machten verschiedene Aktivitäten mit unseren Gastfamilien. Am Samstagabend gingen einige von uns gemeinsam zu einem Geburtstag. Außerdem trafen wir uns und backten für den Montagabend gemeinsam Bakarosk.

Montag – Schule, Lasertag und Bowling

Am Montag starteten wir mit einem kleinen Rückblick auf unser Wochenende. Danach gingen wir noch einmal in den normalen französischen Unterricht. Am Nachmittag ging es nach Colomiers. Dort spielten wir zuerst Lasertag und anschließend Bowling. Beides hat uns sehr viel Spaß gemacht und war ein weiteres Highlight unseres Austauschs.

Am Abend kamen wir gemeinsam mit unseren Gastfamilien noch einmal in der Schule zusammen. Es gab verschiedene Gebäcke und etwas zu essen und wir feierten gemeinsam unseren Abschied. Außerdem schauten wir uns die Ergebnisse unseres Vox-Pop-Projekts an.

Dienstag – Abschied und Rückreise

Am Dienstag hieß es dann leider schon Abschied nehmen. Nach einem kleinen Frühstück verabschiedeten wir uns von unseren Austauschpartnern und unseren Gastfamilien. Danach machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und flogen zurück nach Hamburg.

Die Woche in Tournefeuille und Toulouse war für uns eine ganz besondere Erfahrung. Wir haben nicht nur unsere Französischkenntnisse verbessert, sondern auch den französischen Schulalltag kennengelernt, viel über die Kultur der Region erfahren und neue Freundschaften geschlossen. Besonders schön war es, eine Woche lang wirklich Teil des französischen Alltags zu sein und unsere Austauschpartner und ihre Familien näher kennenzulernen.

Wir werden uns noch lange und gerne an diese abwechslungsreiche und erlebnisreiche Woche in Frankreich erinnern.

Neues Austauschprogramm in Bisceglie (Bari)

In Ergänzung zum bewährten Austausch mit unserer italienischen Partnerschule in Campi Bisenzio bei Florenz fand erstmals ein weiteres Austauschprogramm statt: mit einer neuen, zusätzlichen italienischen Partnerschule in Bisceglie nahe Bari in der malerischen Region Apulien. Während Schüler:innen des 8. Jahrgangs bereits zum zweiten Mal nach Florenz reisten, führte das neue Programm Italienischlerner:innen des 10. Jahrgangs in Begleitung von Frau Windzio an die Adria Süditaliens. Eine Teilnehmerin des Austauschs berichtet:

Von Lara-Marie Saroglou (10b)

Im Rahmen unseres Austausches nach Bisceglie (Bari) hatten wir die Möglichkeit, Italien einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Dabei konnten wir nicht nur die italienische Kultur und Lebensweise entdecken, sondern auch viele neue Erfahrungen sammeln.

Während unseres Aufenthalts lernten wir viel über die italienische Kultur: Wir konnten apulische Traditionen kennenlernen, indem wir typisches, salziges Gebäck (Taralli) und Pasta (Orechiette) selber herstellten, viele weitere Gerichte probierten und erlebten, wie die Menschen dort ihren Alltag gestalten. Es war schön und aufregend, die italienische Lebensweise nicht nur aus Büchern oder dem Unterricht zu kennen, sondern sie selbst zu erleben.

Ein weiterer interessanter Aspekt war der Vergleich zwischen der Schule in Italien und der Schule in Deutschland. Dabei haben wir schnell gemerkt, dass es einige deutliche Unterschiede gibt. Der Schulalltag, der Unterricht und auch das Miteinander in der Schule sind teilweise anders, als wir es aus Deutschland gewohnt sind, was wir z.B. am stark frontal geführten Unterricht oder den kurzen 10-Minuten-Pausen gemerkt haben. Außerdem fand auch nach den drei Monaten Sommerferien der Unterricht nur bis 12:00 Uhr statt, da es ansonsten zu warm war.

Neben all den neuen Eindrücken hatten wir natürlich auch eine sehr schöne gemeinsame Zeit. Wir haben viel miteinander gelacht, neue Menschen kennengelernt und als Gruppe viele besondere Momente erlebt wie ein gemeinsames deutsch-italienisches Fußballspiel. Der Austausch hat uns gezeigt, dass diese Sprachreise nicht nur dazu dient, einen neue Sprache besser zu lernen, sondern auch dazu, andere Kulturen und Lebensweisen besser zu kennenzulernen.

Erster Florenz-Austausch

Erstmals führte der Italien-Austausch der Schule nicht nach Genua, sondern nach Campi Bisenzio, jenem charmanten Vorort von Florenz, in dem sich unsere neue Partnerschule befindet: das Istituto Comprensivo Montalcini.

Unterstützt vom EU-Programm Erasmus+ machten 19 Dörpsweg-Schüler:innen des 8. Jahrgangs in Begleitung von Frau Windzio und Frau Manna sehr positive Austauscherfahrungen in der Toskana. Zwei Teilnehmerinnen berichten:

Von Clara und Alessa (8d)

Am Sonntag sind wir alle sehr herzlich von unseren italienischen Gastfamilien in Empfang genommen. Der erste Tag in Italien war sehr erlebnisreich: Am frühen Morgen haben wir gemeinsam das typisch italienische Frühstück in der Schule unserer Austauschpartner genossen. Kurz darauf sind wir mit dem Bus in die Innenstadt von Florenz gefahren und haben die Stadt mit vielen historischen Gebäuden besichtigt.

Auch der nächste Tag war sehr interessant, da wir uns die toskanische Stadt Lucca angesehen haben. Wir sind u.a. auf der Mauer von Lucca spazieren gegangen, die ca. 4 km lang ist.

Am Mittwoch haben wir eine sehr bedeutende naturwissenschaftliche Universität besucht und uns über eine Präsentation, einen Escape Room zum Klimawandel und einen Einblick in das Wetterstudio, sehr gefreut.

Auch der Donnerstag war äußerst ereignisreich, da wir die Ehre hatten, mit der stellvertretenden Bürgermeisterin über den Schüleraustausch zu reden. Außerdem waren wir in einem archäologischen Museum und haben etwas über die Etrusker gelernt, ein antikes Volk, das vor den Römern in Mittelitalien lebte, vor allem in der Region Etrurien (heute hauptsächlich Toskana, Teile von Umbrien und Latium).

Den darauffolgenden Tag verbrachten wir in der italienischen Schule. Diese ist nicht so modern wie unsere, dennoch ist sie sehr hübsch gestaltet. Wir hatten Unterricht in den Klassen unserer Austauschpartner und haben Spiele zum Thema Klima gespielt. Auch das Istituto Comprensivo Montalcini setzt sich, ähnlich wie das Gymnasium Dörpsweg, für Umwelt und Nachhaltigkeit ein.

Den letzten Tag in Pisa haben wir sehr genossen, da wir noch einmal viel Zeit mit den Familien, aber auch mit Freunden verbringen konnten.
Nach einem traurigen Abschied und einer langen Heimreise sind wir am späten Sonntagabend wieder zu Hause angekommen.

Der Florenz-Austausch war für uns eine einmalige und wunderschöne Erfahrung und wir sind sehr dankbar, daran teilgenommen zu haben.

Ciao Genova

Ein schönes Kapitel geht zu Ende – und macht Platz für Neues. Im September reisten Italienisch-Lernende des 8. Jahrgangs vom Gymnasium Dörpsweg ein letztes Mal zum Schüleraustausch in die italienischen Küstenstadt Genua. Die Schüler:innen erlebten eine spannende Woche voller kultureller Eindrücke, kulinarischer Entdeckungen und italienischer Gastfreundschaft. Ein Höhepunkt war der Besuch im Acquario di Genova, wo die Jugendlichen nicht nur faszinierende Meerestiere bestaunten, sondern auch etwas über die Bedeutung des Meeresschutzes und die Folgen der Verschmutzung der Weltmeere lernten – natürlich auf Italienisch.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedet sich die Fachschaft Italienisch langsam von Genua – der Gegenbesuch in Hamburg findet im Juni nächsten Jahres noch statt – und freut sich gleichzeitig auf den neuen Austausch mit dem „Istituto Comprensivo Montalcini“ in Campi Bisenzio vor den Toren von Florenz, welcher bereits in der kommenden Woche beginnt. Die kleine Stadt Campi Bisenzio in der Toskana liegt unweit der weltberühmten Kunstmetropole und verspricht viele neue Begegnungen und Entdeckungen.

 

Eintauchen in den Alltag Roms

Viele Schülergruppen der Mittel- und Oberstufe nehmen an Reise- und Austauschprogrammen ins europäische Ausland teil. Doch auch individuelle Einzelaustausche sind beliebt und werden unterstützt. Lesen Sie hier, wie es einer Neutklässlerin erging, die drei Monate in Rom verbracht hat:

Von Alice Parenti (9d)

Meinen Austausch nach Rom habe ich mit Erasmus+ gemacht. Das ist ein Programm, welches Schüleraustausche im Ausland finanziert, es übernimmt z.B. Kosten für die Hin- und Rückreise, öffentliche Verkehrsmittel, ggf. Schule etc. Als der Zeitpunkt meiner Abreise nach Rom kam, war ich sehr nervös, aber ich habe mich schon gefreut, fast vier Monate in Italien verbringen zu dürfen. Schon an meinem ersten Tag an der Deutschen Schule Rom wurde ich herzlich aufgenommen und willkommen geheißen. Die Gastfreundlichkeit dieser Schule hat alle meine Erwartungen übertroffen. Trotz der Anfangsschwierigkeiten mit dem Aufholen des Lernstoffs – die DSR war in fast allen Fächern vom Inhalt ein halbes Jahr weiter – habe ich mich schnell einleben können und wurde fast sofort ein Teil der Klasse. Das Klassenklima war echt fantastisch. Jeder hat sich gut mit jedem verstanden, sodass es sogar egal war, neben wem man saß. Wir haben uns auch immer gegenseitig unterstützt und geholfen.

Auch die Stadt ist toll und ganz anders als Hamburg. An jeder Ecke gibt es Ruinen und Kirchen zu entdecken und vor allem im Zentrum konnte man genau sehen, dass dies einmal eine der einflussreichsten Städte gewesen ist.

Die Nachmittage der ersten paar Wochen habe ich damit verbracht, mir mit meinen neuen Freunden Rom anzuschauen. Am meisten haben mich das Kolosseum und die „Villa Borghese“ beeindruckt. Aber mein absolutes Highlight war der „Porta Portese“.  Das ist ein Flohmark, der jeden Sonnatg stattfindet und bei dem man Klamotten und anderes für sehr niedrige Preise findet. Dort war ich so oft, dass ich für meine Rückreise einen extra Koffer kaufen musste.

Was Rom grundsächlich von Hamburg unterscheidet, ist auch das Wetter. Wenn man die Temperaturen von Januar bis April vergleicht, ist es in Rom fast immer ca. 10° wärmer. Es war auch viel sonniger dort und geregnet hat es fast nie.

Doch was mir am meisten am Austausch im Allgemeinen gefallen hat ist, wie sehr es mich weitergebracht hat. Und das nicht nur in meinen Italienischkentnissen, die sich seitdem sehr verbessert haben, sondern auch in sozialen und kulturellen Bereichen. Ich musste mich in einer neuen Schule und einer neuen Familie einleben und obwohl das seine Zeit braucht, habe ich sie gern investiert. Ich musste mich an eine neue Kultur anpassen, die nicht so sehr der deutschen ähnelt, wie man vielleicht denken würde. In Italien wird z. B. viel weniger Wert auf Regeln gesetzt. Beispielsweise bei der Metro sind ganz viele Menschen immer über die Kontrollgitter gestiegen und die Kontrolleure haben einfach dabei zugesehen.

Natürlich hat die italienische Kultur ihre Vor- und Nachteile, doch es hat mir echt Spaß gemacht, einmal in sie eintauchen zu können und wie eine echte Italienerin zu leben.