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Neues Austauschprogramm in Bisceglie (Bari)

In Ergänzung zum bewährten Austausch mit unserer italienischen Partnerschule in Campi Bisenzio bei Florenz fand erstmals ein weiteres Austauschprogramm statt: mit einer neuen, zusätzlichen italienischen Partnerschule in Bisceglie nahe Bari in der malerischen Region Apulien. Während Schüler:innen des 8. Jahrgangs bereits zum zweiten Mal nach Florenz reisten, führte das neue Programm Italienischlerner:innen des 10. Jahrgangs in Begleitung von Frau Windzio an die Adria Süditaliens. Eine Teilnehmerin des Austauschs berichtet:

Von Lara-Marie Saroglou (10b)

Im Rahmen unseres Austausches nach Bisceglie (Bari) hatten wir die Möglichkeit, Italien einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Dabei konnten wir nicht nur die italienische Kultur und Lebensweise entdecken, sondern auch viele neue Erfahrungen sammeln.

Während unseres Aufenthalts lernten wir viel über die italienische Kultur: Wir konnten apulische Traditionen kennenlernen, indem wir typisches, salziges Gebäck (Taralli) und Pasta (Orechiette) selber herstellten, viele weitere Gerichte probierten und erlebten, wie die Menschen dort ihren Alltag gestalten. Es war schön und aufregend, die italienische Lebensweise nicht nur aus Büchern oder dem Unterricht zu kennen, sondern sie selbst zu erleben.

Ein weiterer interessanter Aspekt war der Vergleich zwischen der Schule in Italien und der Schule in Deutschland. Dabei haben wir schnell gemerkt, dass es einige deutliche Unterschiede gibt. Der Schulalltag, der Unterricht und auch das Miteinander in der Schule sind teilweise anders, als wir es aus Deutschland gewohnt sind, was wir z.B. am stark frontal geführten Unterricht oder den kurzen 10-Minuten-Pausen gemerkt haben. Außerdem fand auch nach den drei Monaten Sommerferien der Unterricht nur bis 12:00 Uhr statt, da es ansonsten zu warm war.

Neben all den neuen Eindrücken hatten wir natürlich auch eine sehr schöne gemeinsame Zeit. Wir haben viel miteinander gelacht, neue Menschen kennengelernt und als Gruppe viele besondere Momente erlebt wie ein gemeinsames deutsch-italienisches Fußballspiel. Der Austausch hat uns gezeigt, dass diese Sprachreise nicht nur dazu dient, einen neue Sprache besser zu lernen, sondern auch dazu, andere Kulturen und Lebensweisen besser zu kennenzulernen.

KI für den Italienisch-Unterricht von morgen

Wie lässt sich die Nutzung künstlicher Intelligenz für den Italienisch-Unterricht nutzen? Das Gymnasium Dörpsweg wird sich als „Associated Partner“ an einem von Erasmus+ geförderten Projekt beteiligen, das KI für den schulischen und universitären Unterricht optimieren soll: DAI, „Developing an Al-assisted Italian Language Teaching and Learning System“.

Dabei werden im Rahmen eines Kurses für Schul- und Uni-Lehrkräfte Anregungen und Instrumente bereitgestellt, bei denen künstliche Intelligenz in die Unterrichtspraxis integriert wird. Neben Lehrkräften des Gymnasiums Dörpsweg – dem einzigen Gymnasium Norddeutschlands mit Italienisch als zweiter Fremdsprache – werden Italienisch-Professoren und -Dozenten zahlreicher Universitäten beteiligt sein, etwa der Unis Hamburg, Frankfurt, Malta, Perugia, Novi Sad, Skopje und Budapest. 

Das Projekt wurde initiiert von Prof. Jacopo Torregrossa (Universität Frankfurt), Prof. Letizia Cinganotto (Università per Stranieri di Perugia) und Prof. Luigi Andriani (Uni Hamburg) – nähere Informationen finden Sie hier.

Erster Florenz-Austausch

Erstmals führte der Italien-Austausch der Schule nicht nach Genua, sondern nach Campi Bisenzio, jenem charmanten Vorort von Florenz, in dem sich unsere neue Partnerschule befindet: das Istituto Comprensivo Montalcini.

Unterstützt vom EU-Programm Erasmus+ machten 19 Dörpsweg-Schüler:innen des 8. Jahrgangs in Begleitung von Frau Windzio und Frau Manna sehr positive Austauscherfahrungen in der Toskana. Zwei Teilnehmerinnen berichten:

Von Clara und Alessa (8d)

Am Sonntag sind wir alle sehr herzlich von unseren italienischen Gastfamilien in Empfang genommen. Der erste Tag in Italien war sehr erlebnisreich: Am frühen Morgen haben wir gemeinsam das typisch italienische Frühstück in der Schule unserer Austauschpartner genossen. Kurz darauf sind wir mit dem Bus in die Innenstadt von Florenz gefahren und haben die Stadt mit vielen historischen Gebäuden besichtigt.

Auch der nächste Tag war sehr interessant, da wir uns die toskanische Stadt Lucca angesehen haben. Wir sind u.a. auf der Mauer von Lucca spazieren gegangen, die ca. 4 km lang ist.

Am Mittwoch haben wir eine sehr bedeutende naturwissenschaftliche Universität besucht und uns über eine Präsentation, einen Escape Room zum Klimawandel und einen Einblick in das Wetterstudio, sehr gefreut.

Auch der Donnerstag war äußerst ereignisreich, da wir die Ehre hatten, mit der stellvertretenden Bürgermeisterin über den Schüleraustausch zu reden. Außerdem waren wir in einem archäologischen Museum und haben etwas über die Etrusker gelernt, ein antikes Volk, das vor den Römern in Mittelitalien lebte, vor allem in der Region Etrurien (heute hauptsächlich Toskana, Teile von Umbrien und Latium).

Den darauffolgenden Tag verbrachten wir in der italienischen Schule. Diese ist nicht so modern wie unsere, dennoch ist sie sehr hübsch gestaltet. Wir hatten Unterricht in den Klassen unserer Austauschpartner und haben Spiele zum Thema Klima gespielt. Auch das Istituto Comprensivo Montalcini setzt sich, ähnlich wie das Gymnasium Dörpsweg, für Umwelt und Nachhaltigkeit ein.

Den letzten Tag in Pisa haben wir sehr genossen, da wir noch einmal viel Zeit mit den Familien, aber auch mit Freunden verbringen konnten.
Nach einem traurigen Abschied und einer langen Heimreise sind wir am späten Sonntagabend wieder zu Hause angekommen.

Der Florenz-Austausch war für uns eine einmalige und wunderschöne Erfahrung und wir sind sehr dankbar, daran teilgenommen zu haben.

Italientag im hohen Norden

Italienischlerner:innen des 9. Jahrgangs waren dabei, als Studierende der Christian-Albrecht-Universät zu Kiel einen Italienisch-Schnuppertag ausrichteten. Die Reise hat sich gelohnt.

Nach einer Begrüßung durch die Leiterin des Romanischen Seminars, Prof. Schäfer, konnten sich die Neutklässler:innen an einer Fülle von Aktivitäten beteiligen, etwa bei Quizz-Spielen zu landeskundlichen Kategorien mitmachen, Memory zu italienischen Spezialitäten spielen, Dialog-Stationen durchlaufen und ins Gespräch mit den Studierenden treten. In einem „Blitzsprachenkurs“ konnten die Schüler:innen mit beachtlichem Vorwissen glänzen, wodurch sie sich von anderen Gruppen abhoben, schließlich nimmt Italienisch im norddeutschen Raum als Schulfach eine Ausnahmestellung ein. Schließlich durften die Schüler:innen  Pizza auf italienisch bestellen, die ihnen dann tatsächlich serviert wurde.

„Für die meisten war es der erste Besuch an einer Universität“, berichtet Fachleiterin Windzio, die ihre Lerngruppe nach Kiel begleitete, „schon deshalb war es für viele ein aufregendes Erlebnis.“

„Ich fand den Tag sehr cool und interessant“, bilanziert Nico (9a). „Dass wir schon Italienisch sprechen, war von Vorteil und motivierend, weil wir gemerkt haben, was wir schon alles können und wieviel Spaß die Kommunikation in der Sprache macht.“

Ciao Genova

Ein schönes Kapitel geht zu Ende – und macht Platz für Neues. Im September reisten Italienisch-Lernende des 8. Jahrgangs vom Gymnasium Dörpsweg ein letztes Mal zum Schüleraustausch in die italienischen Küstenstadt Genua. Die Schüler:innen erlebten eine spannende Woche voller kultureller Eindrücke, kulinarischer Entdeckungen und italienischer Gastfreundschaft. Ein Höhepunkt war der Besuch im Acquario di Genova, wo die Jugendlichen nicht nur faszinierende Meerestiere bestaunten, sondern auch etwas über die Bedeutung des Meeresschutzes und die Folgen der Verschmutzung der Weltmeere lernten – natürlich auf Italienisch.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedet sich die Fachschaft Italienisch langsam von Genua – der Gegenbesuch in Hamburg findet im Juni nächsten Jahres noch statt – und freut sich gleichzeitig auf den neuen Austausch mit dem „Istituto Comprensivo Montalcini“ in Campi Bisenzio vor den Toren von Florenz, welcher bereits in der kommenden Woche beginnt. Die kleine Stadt Campi Bisenzio in der Toskana liegt unweit der weltberühmten Kunstmetropole und verspricht viele neue Begegnungen und Entdeckungen.

 

Stop-Motion-Reise durch Italien

Im Italienisch-Unterricht gestalteten die Schüler:innen des 7. Jahrgangs eine filmische Reise durch Italien, die nun im Italienischen Kulturinstitut Hamburg vorgestellt wurde.

Großzügig unterstützt durch das Instituto Italiano di Cultura di Amburgo, war die italienische Medienpädagogin Eleonora Lambo dreimal zum Dörpsweg gekommen und hatte mit den Jugendlichen der drei Italienischkurse eine Vielzahl von Reisestationen erarbeitet, die anhand von Bildern und Kommentaren quer durch Italien führen. Gruppenweise geben die Schüler:innen Erläuterungen zu Sehenswürdigkeiten des Landes, sodass in Form eines Stop-Motion-Films ein buntes Reiseprogramm entsteht.

Auch die Präsentation des Filmprojekts in der Bibliothek des Kulturinstituts bereiteten die Schüler:innen aus den Kursen von Frau Manna, Frau Windzio und Frau di Toro liebevoll vor. So brachten sie eine Reihe italienischer Spezialitäten für ein Buffet mit, etwa Pizzetten, Tomaten-Mozarella-Spieße, salziges und süßes Gebäck, zudem bot der Abend viele angeregte Gespräche und ein Karaoke-Programm mit entschlossen vorgetragenen italienischen Liedern. In ihrer Begrüßungsansprache erklärten Alessa und Clara (7d) dem Publikum das Projekt auf Italienisch und Deutsch. „Es hat viel Spaß gemacht, daran teilzunehmen“, bilanzierte Clara, „und beim Italienisch-Lernen etwas Kreatives zu tun.“

Lassen auch Sie sich von den Jugendlichen nach Italien entführen: Klicken Sie hier.