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Erlebnisreiche Exkursion nach Malchow

Kunst und Geschichte vermitteln sich gut in der Schule. Noch viel anschaulicher und bereichernder kann es sein, die Kursräume zu verlassen, um Geschichte an ihren eigentlichen Orten lebendig werden zu lassen. Wie dies im Kunst-Geschichts-Profil des 11. Jahrgangs gelang und welche Erfahrungen die Gruppe bei ihrer Exkursion nach Malchow machen konnte, berichtet eine Reiseteilnehmerin:

Von Adriana Loba-Abourou (S2)

Mit dem Ziel, lehrreiche Einblicke in die Stadtgeschichte und vielseitige Kunst zu erlangen, begaben wir uns als Kunst-Geschichte-Profil des 11. Jahrgangs für zwei Tage aus dem Großstadttrubel in die mecklenburg-vorpommersche Kleinstadt Malchow.

Auch wenn viele Schüler am frühen Montagmorgen noch mit Müdigkeit zu kämpfen hatten, war unsere Vorfreude besonders groß. Die Zugfahrt sollte vier Stunden lang sein und bereits vor der Ankunft in Malchow war die Stimmung gespannt. Die Zugfahrt war ruhig und wurde von vielen Schülern zum Erholen genutzt. So waren wir bei unserer Ankunft in Malchow um 10 Uhr motiviert und gut auf das folgende Programm vorbereitet.

Nachdem wir unser Reisegepäck an unserem Schlafplatz, der Fleesenschule Malchow, abgelegt hatten, war es bereits Zeit für unseren ersten Programmpunkt.
Das Stadtarchiv Malchow öffnete für unser Profil die Türen und wir konnten einen Einblick in die spannende Archivarbeit gewinnen. Das Archiv bietet eine Vielzahl von Schriftstücken, wie jahrzehntealte Tagesblätter und Briefe von Soldaten an ihre Frauen. Besonders spannend fanden wir die Werbung in den alten Tagesblättern, da wir beobachten konnten, wie sie sich zwar in vielen Aspekten von Werbung heute unterscheidet, allerdings auch einige Gemeinsamkeiten aufweist. Auch hatten wir die Möglichkeit, die vorliegenden Schriftstücke individuell anzuschauen und Fragen zu stellen. Insgesamt war die Einsicht in das Malchower Stadtarchiv sehr interessant und bestärkte unser Wissen im Fach Geschichte.

Die nächste Aktivität war ein Besuch im Kunstmuseum Kloster Malchow, in dem wir eine interessante Führung machten. Das Museum bot ein umfangreiches Repertoire von Werken Malchower Künstler, welche sehr vielseitig waren und unterschiedliche politische und gesellschaftliche Interessen verfolgten, die gut in den Kunstwerken erkennbar waren. Wir schauten uns Werke von Rudolf Gahlbeck (1895–1972), Sieghard Dittner (1924–2002), Friedrich-Franz Pingel (1904–1994) und Peter Hesse (1921–2008) an, welche nicht nur Landschaften und Märchenfiguren darstellten, sondern sich auch mit Themen wie Sozialismus und Nationalsozialismus beschäftigten. So bot die aufregende Führung nicht nur für den Kunstunt-, sondern auch für den Geschichtsunterricht einen Mehrwert.

Nach einem ereignisreichen Vormittag hatten wir dann die Möglichkeit, den Nachmittag eigenständig zu gestalten und Malchow zu erkunden. Die Zeit wurde für verschiedenste Aktivitäten genutzt. Einige spazierten um den See herum und erholten sich im anliegenden Wald, andere besuchten Restaurants, mieteten Boote oder unternahmen eine Bootstour auf dem Malchower See. Die Freizeit wurde umfangreich genutzt und es wurde viel erlebt.

Zum Abend trafen wir uns alle im Restaurant „Der Insulaner“, wo wir bereits im Voraus Nudeln mit Tomatensoße bestellt hatten und alle gemeinsam zu Abend aßen. Nach dem Abendbrot ging es dann zurück zu unserem Schlafplatz, der Fleesenschule, wo wir in der Turnhalle übernachteten. Mit unseren Schlafsäcken konnten wir uns in der Halle einrichten und an den Weichbodenmatten bedienen, um sie als Matratzen zu benutzen.

Doch bevor wir schlafen gingen, war es noch Zeit, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Außer Fußball und Volleyball wurden auch Gesellschaftsspiele gespielt. So setzten wir uns mit unserem Geschichtslehrer Herrn Hanke zusammen und spielten gemeinsam Activity, was für uns alle besonders lustig, aber auch gemeinschaftsfördernd war. Um 11 Uhr war es dann an der Zeit, schlafen zu gehen, denn am nächsten Tag mussten wir bereits um 6 Uhr aufstehen, um den Schulunterricht der Fleesenschule nicht zu behindern.

Ein ausgiebiges Frühstück in der Bäckerei stärkte uns für den letzten Programmpunkt der Exkursion. Wir besuchten die Ruinen des ehemaligen Arbeitslagers, der Munitionsfabrik Malchows, und den dazugehörigen Gedenkfriedhof. Hier mussten vor fast 100 Jahren vor allem Frauen Zwangsarbeit leisten. Unsere Aufgabe war es, den Friedhof durch verschiedenste Gartenarbeiten wieder visuell attraktiver zu machen. Wir jäteten Unkraut, hielten die Wege frei und befreiten die Umgebung von sämtlichem Abfall.

Da uns noch Zeit blieb, konnten wir noch im anliegenden Wald spazieren gehen und dort auch nach Überbleibseln von alten militärischen Bunkeranlagen suchen. Einige davon konnten wir entdecken.
Nach diesem vielseitigen Exkursionsprogramm war die Müdigkeit enorm und es war Zeit, die Rückreise anzutreten. Diese verbrachten wir vor allem damit, zu schlafen und über unsere gemeinsame Zeit zu lachen.

Insgesamt war die Exkursion unglaublich ereignisreich und wir als Schüler, aber auch unsere Lehrkräfte Frau Don und Herr Hanke konnten viel mitnehmen und neue Erfahrungen sammeln. Nicht nur haben wir neues, den Unterricht unterstützendes Wissen dazugewonnen, wir haben auch gelernt, an unsere persönlichen Grenzen zu gehen und sind gemeinsam als Profil zusammengewachsen. Uns allen hat die Exkursion viel Spaß gemacht und wir freuen uns bereits auf unsere gemeinsame Profilreise nach Amsterdam!

Schulschachturnier – neue Rekorde

Rund 3.800 schachspielende Jugendliche auf dem Rathausmarkt – so groß war das Turnier „Rechtes Alsterufer gegen linkes Alsterufer“ noch nie. Mit 50 Teilnehmer:innen erreichte auch die Dörpsewg-Delegation einen Teilnahmerekord. Eine Schachspielerin berichtet:

Von Saida Minnibaeva (S2)

Beim Alsteruferturnier, dem weltweit größten Schulschachturnier, bei dem Schulen vom linken und rechten Alsterufer gegeneinander antreten, war auch in diesem Jahr wieder ein Team des Gymnasiums Dörpsweg vertreten. Mit viel Motivation, Ehrgeiz und Freude, auch ein wenig Nervosität traten wir auf dem Rathausplatz gegen Schülerinnen und Schüler anderer Schulen an.

Es nahmen viele Schachbegeisterte aus den Jahrgängen 5 bis 11 teil. In verschiedenen Spielklassen konnten wir unser Können unter Beweis stellen, einige spannende Partien gewinnen und auch Niederlagen fair und souverän akzeptieren.

Die Teilnahme am Turnier wurde von Herrn Hanke organisiert, der die Schach-AG unserer Schule leitet. Jeden Montag treffen sich dort viele Schülerinnen und Schüler in der Mittagspause, um gemeinsam Schach zu spielen und ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Besonders viel Spaß hat es mir gemacht, gegen Schülerinnen und Schüler anderer Schulen anzutreten. Es war spannend, neue Spielstile kennenzulernen und sich mit anderen zu messen. Die Atmosphäre war toll und das Turnier hat gezeigt, wie verbindend Schach sein kann.

Als Herr Hanke uns fragte, ob wir im nächsten Jahr wieder teilnehmen möchten, war die Antwort eindeutig: „Ja!“

Kommunikationsworkshop

Von Christin Renno (Eurpa-Profil)

Was verstehe ich und wofür habe ich Verständnis? Womit bin ich nicht einverstanden? Von Konflikten in der Familie und im Freundeskreis bis hin zur Reaktion auf populistische Meinungen – um konstruktive Kommunikation in einer pluralen Gesellschaft ging es bei einem Workshop, an dem die Schüler:innen des Wirtschafts- und Europaprofils (Jahrgang 11) teilnahmen. Der Workshop fand in Zusammenarbeit mit dem Schulz‑von‑Thun‑Institut für Kommunikation statt, wurde von der Grand‑Mère‑Stiftung finanziert und erstmals am Dörpsweg angeboten. 

In drei Gruppen aufgeteilt, konnten sich die Teilnehmer:innen intensiv austauschen und praktische Übungen durchführen. Der Workshop knüpfte inhaltlich an die Begegnung mit Alfons im vergangenen Herbst an und vertiefte Bekanntes durch die Arbeit an konkret erlebten Konfliktfällen. Dabei lernten die Schüler:innen zentrale Modelle der Kommunikationspsychologie kennen und übten Perspektivwechsel sowie Dialogfähigkeit, damit Unterschiede ausgehalten und konstruktiv verhandelt werden können, ohne die eigene Haltung aufzugeben.

Drei Referentinnen des Schulz‑von‑Thun‑Instituts begleiteten die Schüler:innen durch den Tag, führten in die Modelle ein und begleiteten die Kleingruppenmoderation, wobei immer wieder Raum für Austausch und Reflexion geschaffen wurde. Ein besonderer Moment war ein überraschender Video‑Call mit Alfons. Unter großem Jubel begrüßten die Schüler:innen den Kabarettisten und freuten sich über das Wiedersehen, das die Verbindung zwischen früheren Begegnungen und den aktuellen Workshop‑Erfahrungen stärkte.

Ergebnisse und Eindrücke aus dem Workshop werden nun in einer Auswertungsrunde zusammengetragen, in der das Gelernte reflektiert und mögliche nächste Schritte für den Schulalltag besprochen werden.

Flagfootball – wieder Hamburger Meister

Zwei Dörpsweg-Mannschaften waren bei der Flagfootball-Landesmeisterschaft am Steinwiesenweg vertreten und erzielten auch in diesem Jahr ein Spitzenergebnis. Das jüngere Team (U12) holte den Bronze-Pokal, die U14-Mannschaft wurde Hamburger Meister und wird nun zu den Deutschen Meisterschaften nach Düsseldorf reisen.

Spannend war insbesondere der Vormittags-Wettkampf der U12- Teams für die Dörpsweg-Schüler:innen. Während sie in der Gruppenphase beide Spiele gewannen, verloren sie das Halbfinale, siegten aber wieder im Spiel um Platz 3. „Die Kinder waren traurig nach dem Halbfinale“, berichtet Sila Kocyigit (10d), die das Team als Coach gemeinsam mit Christian Neitzel und Sebastian Löhner von Hamburg United betreut, „doch dann haben sie ganz toll weitergemacht, sich konzentriert und Spaß gehabt.“ Das bestätigen auch die Kinder, denen zufolge die Spielfreude die Hauptsache gewesen sei. Einige von ihnen trainieren seit Schuljahresbeginn in der Mannschaft, andere sind erst seit wenigen Wochen dabei. „Wir haben uns immer gegenseitig geholfen und gut aufeinander geachtet“, sagt Philipp (5b). 

Die Spieler:innen der älteren Mannschaft (U14) hatten einen nicht minder teamstarken, aber in der Spannungskurve womöglich etwas einseitigeren Nachmittag: Sie verloren kein einziges Spiel, setzten sich damit gegen die übrigen sieben Hamburger Teams durch und sicherten sich erneut den Goldpokal. „Eigentlich ging es uns gar nicht so sehr ums Gewinnen“, sagt Henni (7b), „wir wollten vor allem Spaß haben. Aber dass wir dann doch so hoch gewonnen haben, war toll und hat uns immer mehr Sicherheit gegeben.“ Ihre Teampartnerin und Klassenkameradin Valentina ist rückblickend froh, „dass wir uns nicht haben unterkriegen lassen und so eine positive Einstellung haben.“

Damit wird die Mannschaft im September für Hamburg bei den Deutschen Meisterschaften antreten, wo auch um die Teilnahme am ganz großen Finale gespielt wird: den „Pro Bowl Games“ in den USA.

KI für den Italienisch-Unterricht von morgen

Wie lässt sich die Nutzung künstlicher Intelligenz für den Italienisch-Unterricht nutzen? Das Gymnasium Dörpsweg wird sich als „Associated Partner“ an einem von Erasmus+ geförderten Projekt beteiligen, das KI für den schulischen und universitären Unterricht optimieren soll: DAI, „Developing an Al-assisted Italian Language Teaching and Learning System“.

Dabei werden im Rahmen eines Kurses für Schul- und Uni-Lehrkräfte Anregungen und Instrumente bereitgestellt, bei denen künstliche Intelligenz in die Unterrichtspraxis integriert wird. Neben Lehrkräften des Gymnasiums Dörpsweg – dem einzigen Gymnasium Norddeutschlands mit Italienisch als zweiter Fremdsprache – werden Italienisch-Professoren und -Dozenten zahlreicher Universitäten beteiligt sein, etwa der Unis Hamburg, Frankfurt, Malta, Perugia, Novi Sad, Skopje und Budapest. 

Das Projekt wurde initiiert von Prof. Jacopo Torregrossa (Universität Frankfurt), Prof. Letizia Cinganotto (Università per Stranieri di Perugia) und Prof. Luigi Andriani (Uni Hamburg) – nähere Informationen finden Sie hier.

Turniersiege

Von Tom Bergmann (Fachbereich Sport)

Erstmals nahmen zwei Mannschaften des Gymnasiums Dörpsweg am Fußballturnier des Goethe-Gymnasiums teil, und das mit Erfolg: Nach Hin- und Rückspielen gegen die Gastgeberschule und die Stadtteilschule Lurup konnten sich sowohl das Team aus den Jahrgängen 7 – 9 als auch das aus den 10. – 12. Klassen als Gesamtsieger durchsetzen.

Dabei ließ das ältere Team keine Zweifel am Gesamtsieg aufkommen und setzte sich souverän mit vier Siegen aus vier Spielen durch.

Spannender ging es beim jüngeren Team zu. Nach zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage ergaben sich sowohl die gleiche Punktzahl als auch die gleiche Tordifferenz wie für das Goethe-Gymnasium. Da das Dörpsweg-Team allerdings den direkten Vergleich für sich entscheiden konnte, stand auch bei den jüngeren Jahrgängen schließlich das Gymnasium Dörpsweg auf Platz 1.
So konnte man am Ende eine große gemeinsame grün-weiße Jubeltraube auf dem Platz feiern sehen.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Schulsprecher:innen-Team des Goethe-Gymnasiums durch die Organisation des Turniers, vom Dörpsweg-Schulsprecher:innen-Team durch die Anmeldung und Organisation der Teams und durch den Schulverein für das Sponsoring der neuen Schultrikots.