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DELF erfolgreich absolviert

19 Schüler:innen des 11. Jahrgangs können sich über bestandene DELF-Prüfungen freuen. Bereits im 10. Jahrgang waren sie von den Französischlehrkräften Frau Margedant und Frau Lemaire im regulären Fremdsprachenunterricht auf die Prüfungen vorbereitet worden. Nun erhielten sie ihre Urkunden, die ihnen Französischkompetenzen auf dem Niveau B1 attestieren.

Die Französisch-Lerner:innen nahmen auch in diesem Jahr gemeinsam an der schriftlichen DELF-Prüfung teilnahmen, die eine Klassenarbeit ersetzte. Wer genügend Punkte erhielt, konnte sich anschließend auch bei der mündlichen Prüfung bewähren, die ebenfalls Voraussetzung für das DELF-Diplom ist. Wer sich die mündliche DELF-Prüfung nicht zutraute, nahm stattdessen übrigens an einer Sprach-Prüfung in Kleingruppen teil und erlebte nicht selten gleichermaßen, dass das sprachliche Können größer ist, als man es sich womöglich zutraut. 

Neben Sprach- und Kommunikationskompetenzen geht es in den DELF-Prüfungen immer auch um die Fähigkeit, konkrete Probleme zu lösen, die sich aus Alltagssituationen ergeben. „Ich war begeistert“, so Fachleiterin Julia Margedant, „wie mutig und engagiert sich die Prüflinge auf diese Situationen eingelassen und sich getraut haben. Sie können stolz auf sich sein.“

Die Prüfungen sind dank der Vorbereitung machbar, aber kein Selbstgänger. Die Schüler:innen zeigen Kompetenzen im Hör- und Leseverstehen, im schriftlichen und mündlichen Ausdruck. Dabei kennen sie die genauen Themen vorher nicht, sie zeigen vielmehr, dass sie auch in neuen Situationen sprachlich flexibel agieren können.

Es ist für die Absolventen angenehm, dass die Prüfungen direkt am Gymnasium Dörpsweg absolviert werden können, statt extern, doch die Aufgabenformate und Bewertungskriterien sind vom französischen Bildungsministerium definiert und weltweit vergleichbar. Dafür ist das DELF-Diplom (Diplôme d’Etudes en Langue Française) lebenslang und international gültig. Es kann bei der Immatrikulation an internationalen Hochschulen genauso genutzt werden wie für die weitere berufliche Karriere. Und man kann auch sich selbst beweisen, dass man das seit der 6. Klasse Gelernte nutzen kann.

Mathe-Olympioniken

In diesem Schuljahr qualifizierten sich gleich 12 Dörpsweg-Schüler:innen der Jahrgänge 5-8 für die 3. Runde der Matheolympiade, die auf Landesebene Ende Februar ausgetragen wird.

Gemeinsam mit Schulleiter Matthias Peters überreichte Ute Weber, Organisatorin der Matheolympiade am Dörpsweg, den Kindern und Jugendlichen die begehrten Qualifikationsurkunden, welche außerordentliche Mathe-Kompetenzen bezeugen.

In den Bereichen Zahlentheorie, Geometrie und Kombinatorik bewiesen die Mathe-Olympioniken logisches Denken, Durchhaltevermögen und ein hohes Abstraktionsvermögen bei den teils sehr komplexen und auch sprachlich anspruchsvollen Aufgaben. Eine besondere Rolle spielt zudem die Fähigkeit, die Lösungswege präzise zu erläutern.

Was manchen zu glauben schwerfallen mag: Gerade diese Herausforderungen reizen die auch im Spezialistenkurs Mathe+ engagierten Experten. So erklärt Jonas (7d), dass seine „Lieblingsaufgaben die mit viel Text sind, wo man alles genau verstehen muss und man erst im Lauf der Zeit herausfindet, was ganz genau gemeint ist.“ Lisbet (5b) und Hendrik (8d) sind sich einig: Sie mögen am liebsten „Aufgaben, die knifflig sind“ und „einen dazu bringen, um die Ecke zu denken.“ Lev (8a) fühlt sich am wohlsten mit „schweren Aufgaben, bei denen man neue Wege finden muss und seine Grenzen erweitert“ und Finian mag es besonders, „wenn man etwas Anspruchsvolles vor sich hat und dann kommt plötzlich dieser Aha-Moment.“

Wie viele solcher glücklichen Geistesblitze bei der 3. Runde Runde der 65. Matheolympiade auftreten, bleibt abzuwarten. Dass die Aufgaben wieder schön schwer werden, darf hingegen als sicher gelten.

Exkursion zum Bullenhuser Damm

Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm erinnert an 20 jüdische Kinder und mindestens 28 Erwachsene, die im April 1945, kurz vor dem Ende der NS-Diktatur, von SS-Männern ermordet wurden. Ein Besuch dort lohnt sich, berichtet ein Schüler des 10. Jahrgangs.

Von Julian Schoer (10b)

Im Rahmen einer Geschichts-Exkursion mit Herrn Hanke hatten wir die Möglichkeit, die Gedenkstätte der Kinder vom Bullenhuser Damm zu besichtigen. Die Führung wurde von einer Leiterin übernommen, die uns nicht nur die Räume zeigte, sondern auch ausführliche Präsentationen hielt.

Zuerst waren mir die Geschichte und die in diesem Haus vollzogenen Handlungen unklar, zumal das Gebäude aussieht wie eine gewöhnliche Schule. Als wir uns jedoch in den Keller begaben, besonders in die Taträume, konnte ich mir die Dinge schon besser vorstellen. Die Leiterin hielt viele Vorträge, die ich anfangs noch für uninteressant und langweilig hielt, später jedoch weckten diese auch mein Interesse, besonders am Ende der Führung, als sie die Mordszenarien ansprach, welche an diesem Ort vorgefallen sind, und erklärte, wer die Taten vollzogen hat.

Ich finde es gut, dass wir diese Gedenkstätte besuchen konnten, weil wir viele interessante Sachen erfahren haben und dafür sorgen kömnnen, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.
Insgesamt fand ich die Exkursion sehr lehrreich. Es war eine intensive Erfahrung, die mich zum Nachdenken angeregt hat und mir ein besseres Bild über die vorgefallenen Dinge gibt.

Pilotprojekt „Geschichten Erzählen“

Neu im Deutschen, neu in einer Gymnasialklasse und gleich schon Geschichten schreiben? 13 Schüler:innen haben in einem Pilotprojekt bewiesen, wie gut dies funktionieren kann.

Alle teilnehmenden Schüler:innen sind erst vor 2-3 Jahren nach Deutschland gekommen und besuchen eine Regelklasse am Gymnasium Dörpsweg. Zum ersten Mal trafen sie in dieser Konstellation aufeinander und nahmen an dem hamburgweit erstmals durchgeführten Projektformat teil, das vom Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ), einer Einrichtung der Schulbehörde neu entwickelt worden ist.

Redakteurin, Soziologin und Mediengestalterin Jessica Pain und ihre Kollegin Juliane Michel, Pädagogin und ebenfalls Redakteurin, erfuhren gleich zu Beginn von den Lieblingsgeschichten der  Teilnehmenden. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Bände von „Harry Potter“, verschiedene Mangas sowie der Film „Interstellar“ – insgesamt genug Inspiration, um eigene Geschichten zu entwickeln.

Aus vielen Bildschnipseln durften sich die Schüler:innen Figuren aussuchen, die im Mittelpunkt ihrer Geschichte stehen sollten. Es blieb nicht bei Astronauten oder Fußballspielerinnen: Wer wollte, durfte auch eine Erzählung über Pinguine, Odysseus‘ Sohn Telemachos oder Zoro aus „One piece“ ersinnen. Dazu wurden Orte, Abenteuer und ein Ende gewählt. Wenn man so gar nicht wusste, wo man anfangen sollte, konnte man sich die einzelnen Bestandteile „erwürfeln“. Die Bilder wurden auf Deckblätter geklebt, die als Grundgerüst für den Erzählplot dienten.

Im Anschluss nun lernten die Schüler:innen das Erzählmuster einer Heldenreise kennen und gaben ihren Ideen Struktur. Auf Basis dieser nun geordneten Stichwörter verfassten die Schüler:innen Satz für Satz ihre eigenen Geschichten. Schreiben kann so einfach sein!

Besonders beeindruckt war Juliane Michel von der hohen Motivation der Schüler:innen, die aus neun verschiedenen Klassen der Jahrgänge 5-10 stammen und gemeinsam mit Frau Kathary ihre Deutschkenntnisse vertiefen. Alle verstanden sich gut miteinander, inspirierten sich gegenseitig und hatten wirklich Freude an der Arbeit. „Besonders großen Spaß hatte ich daran, dass wir eine eigene Idee verwirklichen durften“, lobt Mustafa aus Jahrgang 7. Sint aus Jahrgang 6 zeichnete aus ihrer Geschichte nachträglich noch ein Manga: „Ich liebe Mangas und hatte sofort eine Idee, was passieren soll und wie ich es zeichnen will. “ Über das Schreiben haben sie alle dazugelernt, so das Fazit am Schluss.

Vom Politthriller über Tiererzählungen hin zur gesellschaftskritischen Problematisierung von Drogenkonsum – die Vielfalt der Ergebnisse ist mindestens so facettenreich wie die Vielfalt der Teilnehmer:innen selbst. Auf der Seite https://jip.hamburg.de/ werden bald alle Schreibprodukte veröffentlicht.

Schneemannprüfung

Prüfungen sind nichts für schwache Nerven. Von einer besonderen Herausforderungen berichten zwei Schülerinnen des 6. Jahrgangs.

Von Olivia und Charlotte (6e)

Am Donnerstag hat Frau Freudenberg uns in der Geschichtsstunde eine Prüfung angekündigt. Wir alle waren geschockt.

Nach 45 Minuten voller Aufregung erzählte sie uns, dass sie die Prüfung mit Frau Jung geplant hätte. Es war eine Schneemannprüfung. Wir haben uns riesig gefreut. 

Dann hatten wir 20 Minuten Zeit, in Gruppen Schneemänner zu bauen, was aber ein bisschen knapp war. Als die Zeit um war, waren alle angespannt und wollten wissen, welche Gruppe gewonnen hat. Im Klassenzimmer verkündeten Frau Freudenberg und Frau Jung, dass alle gewonnen hätten. Wir hatten viel Spaß und eine tolle Zeit.

Jugend debattiert – Schulwettbewerb 2025

Der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ krönte traditionsgemäß das Ende der Adventszeit am Gymnasium Dörpsweg. Als Schulsieger:innen gingen in der Altersgruppe 1 Nico Schmidt und Marie Purwin (beide 9a) hervor, die das Debattiertraining der von Frau Renno und Herrn Bruttig geleiteten AG bereits sehr erfolgreich absolviert hatten. Die Finaldebatte der Altersgruppe 2 konnten Maximilian Vogel (S1) und Seraphina Claßen (10b) für sich entscheiden, beide bereits Landesfinalisten früherer Schuljahre. Ein Mitglied der aus Lehrkräften und Schüler:innen zusammengesetzten Jury berichtet:

Von Saida Minnibaeva (S1)

Am vorletzten Schultag vor Weihnachten fand unser Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ statt. Zum ersten Mal nahm neben der Altersgruppe 1 auch die Altersgruppe 2 an den leidenschaftlichen Debatten teil.

Bei dem Wettbewerb debattieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über spannende politische und soziale Fragen unserer Zeit nach festgelegten Regeln – ein Ziel dabei ist der wertschätzende Austausch von sachlich korrekten und überzeugenden Argumenten. Ich war als Jurorin im Finale der Altersgruppe 2 dabei.

Das Finale behandelte die Debattenfrage, ob ein elternunabhängiges BAföG für alle Studierenden eingeführt werden sollte. Auf der Pro-Seite argumentierten Maximilian Vogel (S1) mit Lea Höckel (S3) und auf der Contra-Seite Seraphina Claßen (10b) und Sander Kraft (S1). Es war eine spannende Debatte, die viele neue Perspektiven aufgezeigte. Die Argumente reichten von der Finanzierbarkeit über die persönliche Unabhängigkeit, den Fachkräftemangel bis hin zum „Gießkannenprinzip“. Dabei blieb die Debatte stets sachlich und freundlich. Toll war insbesondere, dass die vier Debattanten aus den Jahrgängen 10 bis 12 kamen und man nicht in einem Jahrgang blieb.

Das Finale der AG 1 durfte ich als Zuschauerin mir ansehen und es war sehr bemerkenswert, wie die Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 9 miteinander zur Frage, ob eine allgemeine Dienstpflicht für Jugendliche eingeführt werden sollte, debattiert haben – und das auf so einem hohen Niveau.

Zusammenfassend war es ein sehr spannendes, aber auch aufregendes Erlebnis und schön, als ehemalige Debattantin wieder mit dabei gewesen zu sein.