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Shakespeare – up to date

Der 12. Jahrgang erarbeitet aktuell Werke von William Shakespeare. Während in dessen vielleicht berühmtestem Drama „Romeo und Julia“ beide Hauptfiguren tragisch enden, zeigt das Musical „&Julia“ mit Hits aus den 90ern und 2000ern gut gelaunt eine etwas andere Version. Warum sich der Besuch auch vor dem Hintergrund des Semesterthemas lohnt, verrät eine Zwölftklässlerin:

Von Lilly Damaschke (S4)

Unser Englischkurs der 12. Klasse am Gymnasium Dörpsweg beschäftigt sich in diesem Semester mit dem englischen Schriftsteller Shakespeare. Um eine ganz besondere Einleitung in dieses Thema zu erhalten, besuchten wir als Kurs gemeinsam mit unserer Lehrerin Frau Achmus das Musical „&Julia“ im Operettenhaus Hamburg. Ausflüge sind natürlich immer eine tolle Abwechslung im Schulalltag, und dieses Musical war einstimmig ein einmaliges Erlebnis für den gesamten Kurs.

Ob man nun Shakespeare mag oder sich sonst nicht unbedingt an seine Werke heranwagt, dieses Stück war für jeden eine sehr eingängige Begegnung mit dem Werk „Romeo und Julia“, welches wir in diesem Semester behandeln. „&Julia“ zeigt eine feministische und zeitgerechte Herangehensweise an das Werk und handelt von der „Was-wäre-wenn?“-Perspektive, gesetzt den Fall, Julia hätte sich nach Romeos Tod nicht ebenfalls vergiftet.

Mit sehr talentierten Schauspielern und wunderschönem Gesang, der von modernen und zeitlosen Popmusikstücken geprägt ist, bewegt das Musical zum Tanzen und Lachen. So wird aus klassischer Literatur ein kreatives und neues Erlebnis, welches Menschen wieder zusammenbringt und alle Altersgruppen problemlos für die Einflüsse früherer und heutiger Kunst begeistert.

Mir persönlich hat besonders gefallen, dass die Musikstücke, die wohl kaum in die Zeit Shakespeares passen, in diese Interpretation so gut eingebracht werden. Es ist toll, dass wir an unserer Schule die Möglichkeit haben, außerhalb des Unterrichts etwas Relevantes zum Semester zu unternehmen, das dennoch nicht den normalen Lehrmethoden zu Shakespeare entspricht und uns Schüler auf einer Ebene der heutigen Zeit anspricht. So ist der Einstieg in das Thema Shakespeare besonders gut gelungen.

Als Kurs und Tutgruppe hatten wir einen tollen gemeinsamen Abend, an dem wir schöne Erinnerungen an unser letztes gemeinsames Schuljahr sammeln konnten und unser letztes Semester mit einer höchst positiven Haltung gegenüber dem Unterrichtsthema starten konnten.

Journée franco-allemande 2026

Den Deutsch-Französischen Tag, zentrales Eckdatum der europäischen Geschichte, feierte die Schulgemeinschaft der Europaschule Gymnasium Dörpsweg auch in diesem Jahr gut gelaunt und mit vielen Aktivitäten.

Organisiert von der Fachschaft Französisch, gab es in der Frühstückspause auf dem Schulhof ein von Französischkursen gemeinsam gerapptes Lied, Schmink-Aktionen, Plakate, Infotafeln, Flaggen – und dann natürlich Crêpes. Diese wurden von engagierten Französischlerner:innen des 10. Jahrgangs gemeinsam mit Frau Haller gebacken und in die Klassen gebracht, wodurch sich das aus früheren Jahren bekannte Gedränge elegant vermeiden ließ.

Französischschüler:innen höherer Jahrgänge informierten im mittleren Stundenblock die jüngeren Jahrgänge über die besondere Bedeutung des Deutsch-Französischen Tages. So erinnert die „Journée franco-allemande“ an die Unterzeichnung des Elysee-Vertrags aus dem Jahr 1963 und damit an die herausragende Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft. Diese gilt vielen als Motor unseres friedlichen, kooperativen europäischen Zusammenhalts sowie der Partnerschaft beider Länder in vielen Bereichen, darunter der Wirtschaft, Kultur und Bildung.

„Es war schön, die Freude in all den Gesichtern zu sehen“, bilanzierte die Französisch-Fachleiterin der Schule, Julia Margedant, im Anschluss, „der Tag hatte etwas sehr Verbindendes und die Stimmung war richtig gut, es hat großen Spaß gemacht, so habe ich es von vielen Seiten gehört.“ Auch das kühle Winterwetter konnte der guten Laune nichts anhaben. Und wer sich nach mehr Wärme sehnt, kann für die nächsten Ferien ja schon einmal einen Ausflug an die südfranzösische Côte d‘Azur ins Auge fassen.

DELF erfolgreich absolviert

19 Schüler:innen des 11. Jahrgangs können sich über bestandene DELF-Prüfungen freuen. Bereits im 10. Jahrgang waren sie von den Französischlehrkräften Frau Margedant und Frau Lemaire im regulären Fremdsprachenunterricht auf die Prüfungen vorbereitet worden. Nun erhielten sie ihre Urkunden, die ihnen Französischkompetenzen auf dem Niveau B1 attestieren.

Die Französisch-Lerner:innen nahmen auch in diesem Jahr gemeinsam an der schriftlichen DELF-Prüfung teilnahmen, die eine Klassenarbeit ersetzte. Wer genügend Punkte erhielt, konnte sich anschließend auch bei der mündlichen Prüfung bewähren, die ebenfalls Voraussetzung für das DELF-Diplom ist. Wer sich die mündliche DELF-Prüfung nicht zutraute, nahm stattdessen übrigens an einer Sprach-Prüfung in Kleingruppen teil und erlebte nicht selten gleichermaßen, dass das sprachliche Können größer ist, als man es sich womöglich zutraut. 

Neben Sprach- und Kommunikationskompetenzen geht es in den DELF-Prüfungen immer auch um die Fähigkeit, konkrete Probleme zu lösen, die sich aus Alltagssituationen ergeben. „Ich war begeistert“, so Fachleiterin Julia Margedant, „wie mutig und engagiert sich die Prüflinge auf diese Situationen eingelassen und sich getraut haben. Sie können stolz auf sich sein.“

Die Prüfungen sind dank der Vorbereitung machbar, aber kein Selbstgänger. Die Schüler:innen zeigen Kompetenzen im Hör- und Leseverstehen, im schriftlichen und mündlichen Ausdruck. Dabei kennen sie die genauen Themen vorher nicht, sie zeigen vielmehr, dass sie auch in neuen Situationen sprachlich flexibel agieren können.

Es ist für die Absolventen angenehm, dass die Prüfungen direkt am Gymnasium Dörpsweg absolviert werden können, statt extern, doch die Aufgabenformate und Bewertungskriterien sind vom französischen Bildungsministerium definiert und weltweit vergleichbar. Dafür ist das DELF-Diplom (Diplôme d’Etudes en Langue Française) lebenslang und international gültig. Es kann bei der Immatrikulation an internationalen Hochschulen genauso genutzt werden wie für die weitere berufliche Karriere. Und man kann auch sich selbst beweisen, dass man das seit der 6. Klasse Gelernte nutzen kann.

Alfons zurück am Dörpsweg

Zum zweiten Mal besuchte der deutsch-französische Kabarettist Alfons (Emmanuel Peterfalvi) Oberstufenschüler:innen der Jahrgänge 11 und 12 am Dörpsweg. Unter dem Motto „Demokratie in Gefahr“ sprach der glühende Europäer mit den Schüler:innen des Europa- und des Wirtschaftsprofils über Nationalismus, der leicht zu Krieg führe, über Social Media, in denen Dinge geäußert werden können, die sonst nicht zulässig erscheinen, und über das Gefühl vieler Jugendlicher, kein Gehört zu finden.
Eine Schülerin aus dem Europaprofil des 11. Jahrgangs berichtet:

Von Lina Rohlf (S1)

Das Europa- und Wirtschaftsprofil des elften Jahrgangs hatte zunächst Alfons‘ Programm „Klasse!“ im Kulturhaus Eidelstedt besucht. Er bezog sich bei diesem Programm vor allem auf die Wehrhaftigkeit der Demokratie in Deutschland, verbunden mit deutschen Klischees und humorvollen Geschichten aus seinem Leben, unter anderem Besuchen an deutschen Schulen.

Dieses Themengebiet führte er dann an unserer Schule fort. Nach einer persönlichen Einleitung, in der er über seine Zeit in Frankreich, aber auch seine ersten Erfahrungen in Deutschland berichtete, schlug er vor, eine Diskussion mit ihm als Leiter zu führen. Dabei sprachen er und alle Schüler des Wirtschafts- und Europaprofils aus dem elften und zwölften Jahrgang über verschiedene politische Themen wie Wehrpflicht, Wehrhaftigkeit der Demokratie oder darüber, welche Rolle die Jugend in der heutigen Zeit in der Politik spielt.

Es wurde heiß diskutiert und verschiedene Sichtweisen wurden einander näher gebracht. Vor allem wurde deutlich, dass wir als Jugendliche uns zu wenig vertreten und verstanden fühlen durch die Politik, insbesondere beim Thema Wehrpflicht, bei dem wir ja direkt betroffen sind. Alfons leitete diese Diskussionen, teilte uns seine eigene Haltung und Erfahrungen zu den Themen mit und gab neue Anregungen und Ideen. Zu guter Letzt erzählte er uns von seiner Stiftung, die nach seiner Großmutter entstanden ist und mit der er uns unterstützen will, damit wir die Politik für die Zukunft mitgestalten können und mehr gehört und vertreten werden.

Zum Internetauftritt von Alfons‘ „Grand-Mère-Stiftung“ gelangen Sie über https://www.gm-stiftung.org.
Einen Bericht über Alfons‘ ersten Besuch am Gymnasium finden Sie hier.   

Von Papanasi zu Franzbrötchen

Zum zweiten Mal fand ein Austausch zwischen Schüler:innen der Oberstufe aus dem rumänischen Sibiu (Hermannstadt) und dem Gymnasium Dörpsweg statt. Letztere waren vor den Sommerferien ans Brukenthal-Gymnasium gereist und empfingen nun ihre rumänischen Gäste in Hamburg. Wie dies war, berichten Teilnehmer:innen beider Länder:

Von Mila und Johanna (Gymnasium Dörpsweg)
sowie Alesia und Ana (Brukenthal- Gymnsasium)

Nachdem eine Gruppe von 16 Schüler:innen im Juni eine tolle Woche in Hermannstadt/Sibiu verbringen durfte, konnten sie nun die rumänischen Schüler:innen in Hamburg empfangen. Dies hat das Erasmus+ Programm der EU ermöglicht.Auf dem Programm unter dem Motto: “Demokratie und Minderheiten“ standen für die sechs Tage gemeinsame Ausflügen und Aktivitäten, aber auch viel freie Zeit, die im Sinne des Zusammenseins und der verschiedenen Interessen gut genutzt wurde.

Nach der Anreise am Sonntag stand beispielsweise eine Barkassenfahrt bei schönstem Wetter durch den Hamburger Hafen an, am Abend wurden aus Eigeninitiative in einer etwas kleineren Runde die Aussicht vom Bunker und die beeindruckenden Wasserlichtspiele, begleitet von bekannter Filmmusik, in „Planten un Blomen“ genossen. 

Ein besonderes Highlight war der Tagesausflug nach Berlin, bei dem wir nicht nur die deutsche Hauptstadt entdecken konnten, sondern Dank des Europäischen Hauses noch mehr über die EU und somit auch über Gemeinsamkeiten von Rumänien und Deutschland gelernt haben. Johanna fand es „toll, dass auch wir Hamburger noch viel Neues erfahren haben und viele Fragen stellen konnten“.

Am Mittwochabend hieß es dann: „Stage Entertainment präsentiert Ihnen das Musical – Michael Jackson!“ Auch diesergemeinsame Abend im Musical auf der anderen Elbseite kam besonders gut an. In schicken Klamotten durften wir in das Leben des „King of Pop“ eintauchen, und die Aufführung mit ganz viel Tanz und Musik hat uns alle sehr begeistert. Ana, eine der Rumäninnen, fand es „super beeindruckend. So etwas habe ich noch nie gesehen“.

Wir sind dem Erasmus+ Programm sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, neue Leute kennenzulernen, ein neues Land und vor allem eine neue Kultur zu entdecken und eine tolle Zeit zu haben.

Ciao Genova

Ein schönes Kapitel geht zu Ende – und macht Platz für Neues. Im September reisten Italienisch-Lernende des 8. Jahrgangs vom Gymnasium Dörpsweg ein letztes Mal zum Schüleraustausch in die italienischen Küstenstadt Genua. Die Schüler:innen erlebten eine spannende Woche voller kultureller Eindrücke, kulinarischer Entdeckungen und italienischer Gastfreundschaft. Ein Höhepunkt war der Besuch im Acquario di Genova, wo die Jugendlichen nicht nur faszinierende Meerestiere bestaunten, sondern auch etwas über die Bedeutung des Meeresschutzes und die Folgen der Verschmutzung der Weltmeere lernten – natürlich auf Italienisch.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedet sich die Fachschaft Italienisch langsam von Genua – der Gegenbesuch in Hamburg findet im Juni nächsten Jahres noch statt – und freut sich gleichzeitig auf den neuen Austausch mit dem „Istituto Comprensivo Montalcini“ in Campi Bisenzio vor den Toren von Florenz, welcher bereits in der kommenden Woche beginnt. Die kleine Stadt Campi Bisenzio in der Toskana liegt unweit der weltberühmten Kunstmetropole und verspricht viele neue Begegnungen und Entdeckungen.